Die Bilanz des KSV stimmt

Die Flöhaer Kanuten feiern am Wochenende ihren Saisonabschluss. Die letzten Wettkämpfe waren nochmals sehr erfolgreich.

Flöha.

Auf der Zschopau, unmittelbar vor dem Wehr in Flöha-Plaue, herrscht am Sonnabend noch einmal dichter Bootsverkehr. Denn dann werden die Aktiven des Kanusportvereins Flöha mit ihrem traditionellen Abpaddeln den offiziellen Schlussstrich unter eine erfolgreiche Saison ziehen. Wie in den vorangegangenen Jahren üblich, wird dieses sportliche Kehraus gemeinsam mit Eltern, Geschwistern und Freunden durchgeführt, die Verpflegung gibt es direkt vom Grill. "Auf unserem Gelände wird noch einmal richtig Betrieb herrschen", sagt KSV-Chef Christian Rößler.

Trotzdem gehe es ein paar Nummern kleiner zu als zur traditionellen Herbstregatta des Vereins, die vor zwei Wochen ausgetragen wurde. Rund 250 Aktive aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen waren auf der Zschopau dabei. Organisatorisch legte der Verein dabei wieder eine Meisterleistung hin, denn faktisch alle Mitglieder, aber auch Ehepartner und Freunde packten mit an, damit der KSV erneut ein guter Gastgeber sein konnte.

Doch auch sportlich hatten die Wettkämpfe ihren Stellenwert. Unter den zahlreichen Startern befanden sich auch Kanuten, die in diesem Jahr bei Titelkämpfen und sogar bei deutschen Meisterschaften für positive Schlagzeilen gesorgt hatten. "Auch unsere Bilanz hat gestimmt, denn wir haben die Gesamtwertung gewonnen", erklärt Rößler.

Er hatte 1976 als junger Trainer dafür gesorgt, dass die Herbstregatta ins Leben gerufen wurde. 2019 erlebte die Veranstaltung ihre 48. Auflage. Rößler macht kein Geheimnis daraus, dass er die 50 gern vollmachen wolle - aber dennoch nicht mehr in allererster Reihe kämpfen will. "Ich werde ab dem kommenden Jahr kein Trainingsgruppenleiter mehr sein und mich insgesamt etwas zurücknehmen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich völlig zurückziehen will", sagt der 63-Jährige, der sich über Jahrzehnte intensiv für den Erhalt und die Entwicklung des Kanusports in Flöha-Plaue stark gemacht hat. Jetzt stünden junge Übungsleiter parat, die zunehmend Verantwortung übernehmen sollen - und auch wollen.

Dass die Arbeit des Vereins nachhaltig ist, zeigen die Delegierungen von jungen KSV-Athleten an verschiedene Sportschulen. 2018 waren das zum Beispiel Franz Krones und Nils Neumann, die jetzt in Dresden lernen und trainieren. 2019 schlug Emma Kaposvari einen ähnlichen Weg ein, sie trägt nun das Trikot des SC DHfK Leipzig. Rößler sieht diese Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Natürlich ist es für uns eine Freude, wenn wir Talente entwickeln, die sportlich vorwärtskommen. Auf der anderen Seite ist es schade, wenn sie unseren Verein verlassen. Aber der Kontakt zu den Aktiven reißt in der Regel nicht ab, zum Teil starten die Sportler auch weiter für uns", unterstreicht der Vereinsvorsitzende.

Zum Wettkampf-Halali wurde bei den Flöhaern am vorigen Wochenende geblasen. 25 Aktive des KSV stachen bei der Lauenhainer Langstreckenregatta in See, wobei Ben-Luca Voigt/Jakob Wagner bei den B-Schülern mit ihrem 2. Platz im K 2 für eines der besten Resultate aus Flöhaer Sicht sorgten.

Auch wenn an diesem Samstag nun das Abpaddeln auf dem Programm steht, wird bei den KSV-Kanuten der Sportbetrieb nicht eingestellt, sondern vielmehr der Winter-Trainingsplan aus der Schublade geholt. Unter anderem sind im Februar wieder Trainingslager in Sayda und Johanngeorgenstadt geplant. Aber auch an der Basis gibt es viel zu tun. So stehen am Bootshaus Werterhaltungsmaßnahmen an, die Boote müssen gewartet, gegebenenfalls repariert und Finanzierungsmöglichkeiten für neue Sportgeräte erschlossen werden.

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