Duo will vorn mitmischen

Edward Hübner aus Penig und Luca Fischeder aus Geringswalde reisen am Wochenende zur Enduro-Weltmeisterschaft nach Tschechien. Dort soll es besser laufen als zuletzt.

Penig/Geringswalde.

Die Enduro-Saison geht in den kommenden Wochen in die heiße Phase. Mit dem WM-Lauf in Tschechien am Wochenende und dem Finale in Frankreich stehen binnen kürzester Zeit gleich zwei schwere Wettbewerbe auf dem Plan. Dazwischen schiebt sich noch der DEM-Lauf in Rehna bei Schwerin. Ein echtes Mammutprogramm für die beiden mittelsächsischen Enduropiloten Edward Hübner und Luca Fischeder.

"Ich denke, ich bin gut vorbereitet, fühle mich fit und freue mich einfach nur auf die Rennen", zeigt sich Luca Fischeder guter Dinge. Der Geringswalder trifft schon diesen Mittwoch im WM-Austragungsort Uhlírské Janovice, eine Autostunde südöstlich von Prag, ein. Bereits 2013 und 2014 fanden dort Läufe zur Enduro-Europameisterschaft statt, die bei den Aktiven als sehr schöne, aber auch äußerst anspruchsvolle Veranstaltungen in Erinnerung geblieben sind. Aus Insiderkreisen wurde bekannt, dass die Organisatoren in diesem Jahr noch eine Schippe drauflegen werden, denn schließlich "ist es die Enduro-Weltmeisterschaft", sagt Fischeder. "Ich denke, das wird eine echte Hausnummer werden", ist sich der 20-Jährige sicher.

Gemeinsam mit dem Peniger Edward Hübner hat er noch ein Trainingswochenende auf ähnlichem Terrain eingelegt. "Ich kenne den Tschechen Robert Friedrich recht gut, er fährt in meiner WM-Klasse und wohnt nur etwas mehr als 100Kilometer vom Veranstaltungsort entfernt", sagt der Geringswalder. "Bei ihm ist das Gelände ähnlich. Wir haben zusammen trainiert und konnten uns auf die kommenden Aufgaben optimal einstellen."

Nun gilt es am Wochenende, in der Gesamtwertung wieder Boden gutzumachen. "In Italien lief es mit zwei unglücklichen, technisch bedingten Ausfällen richtig schlecht, nachdem ich bei den Läufen zuvor immer punkten konnte", blickt der Sherco-Fahrer zurück. Nun peilt er wieder Platzierungen unter den besten Zehn an. "Das sollte das Minimalziel sein", gibt sich Fischeder selbstbewusst. Von den kommenden Rennen macht er auch abhängig, ob er noch das WM-Finale bestreiten wird. "Lust dazu hätte ich definitiv, aber ich muss abwägen, ob es lohnt und ob ich es logistisch wie finanziell gestemmt bekomme."

Darüber muss sich der Youngster zumindest für den Lauf in Tschechien keine Sorgen machen, denn der MSC "Rund um Zschopau" übernimmt im Rahmen einer beispiellosen Nachwuchsförderung für ihn und vier weitere sächsische Junioren die Kosten für Startgeld sowie Unterkunft und Grundverpflegung. "Das ist natürlich grandios", freut sich Fischeder, der zudem durch den Zschopauer Motorsportverein auf zusätzliche Betreuung vor Ort bauen kann.

Für Edward Hübner steht der weitere Saisonverlauf außer Frage. "Ich nehme alles mit", schmunzelt der 31-Jährige, dem die langen Reisen nichts ausmachen. "Ich bin von Berufswegen viel mit dem Auto unterwegs. Mich stört das nicht. Es gehört eben mit dazu", sagt der Peniger, der in den kommenden Wochen mehrere tausend Kilometer abspulen wird. "Ich freue mich auf die Rennen und bin optimistisch, dass ich mich weiter steigern kann. In der Fahrwerkseinstellung ist uns die Tage ein wichtiger Schritt gelungen." Somit fühle er sich jetzt auch dem Motorrad noch wohler, freut sich der KTM-Fahrer, für den bei der WM nicht unbedingt die Platzierung im Vordergrund steht. "Ich möchte meinen Rückstand auf die Spitze weiter verringern, mich stetig verbessern. Nur darum geht es mir, alles andere wird sich in den Rennen vor Ort zeigen."

www.endurogp.org

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