Ein Einstand nach Maß

Die Leichathleten der LG Mittweida haben beim Jugendhallenmeeting in Chemnitz viele Erfolge gefeiert. Zwei Rückkehrer präsentierten sich schon wieder prima in Form.

Mittweida.

Für Florian Heinich und Chris Nitzschke hätte es keinen besseren Einstand geben können. Die beiden Leichtathleten der LG Mittweida sind nach über einem Jahr wieder auf die Wettkampfbühne zurückgekehrt - und lieferten sofort wieder starke Leistungen, als wären sie nie weg gewesen. Nitzschke blieb beim Jugendhallenmeeting des LAC Erdgas Chemnitz über 800 Meter nur drei Sekunden hinter ihrer Bestleistung und Heinich schaffte auf der 60-Meter-Strecke sogar den Sprung aufs Podest: In 6,97 Sekunden lief der Aktive vom VfA Rochlitzer Berg auf den Bronzerang.

"Nach seiner Oberschenkelverletzung konnte er im vergangenen Jahr kaum trainieren. Dafür war das eine fantastische Leistung", sagt der LG-Trainer Michael Sperling. Eigentlich wollte Sperling erst einmal schauen, was beim jungen Sprinter, der sich derzeit in der Ausbildung zum Polizisten befindet, möglich ist. "Aber dass er gleich so gut zurückkommt, war kaum zu erwarten", freut sich der Mittweidaer Coach.

Die Mittelstreckenläuferin Chris Nitzschke (LV Mittweida), die sich ebenfalls bei der Polizei ausbilden lässt, kratzte im ersten Wettkampf nach langer Zeit an ihrer Bestmarke. Mit 2:27 Minuten über 800 Meter ist sie schon fast wieder in Topform. "Wir wollen erst einmal wieder an der Grundschnelligkeit arbeiten und in naher Zukunft dann auch wieder auf die 1500 Meter umsteigen, auf denen sie sich am wohlsten fühlt", erklärt Sperling. Aber auch bei Nitzschke war der Trainer überrascht, in was für einer guten Verfassung sie sich schon wieder befindet. "Dadurch, dass sie auch für die Polizeimeisterschaften trainiert, hat sie kaum Trainingsrückstand", freut sich Sperling.

Aber auch die anderen Leichtathleten der LG Mittweida lieferten zu Beginn des neuen Jahres hervorragende Leistungen. Anne Weigold (LV Mittweida) zeigte über die 60Meter Hürden, dass sie sich schon frühzeitig in einer ausgezeichneten Verfassung befindet. In 8,48 s sprintete sie ungefährdet auf Platz 1. Der Sieg war für Sperling dabei weniger von Bedeutung. Vielmehr freute er sich über die Zeit. "Bisher lief dieses Jahr noch keine Frau schneller in Deutschland. Auch wenn man dazu sagen muss, dass die besten drei Hürdenläuferinnen des Landes bislang noch an keinem Wettkampf teilgenommen haben."

Aber Sperling ist sich sicher, dass die 8,48 Sekunden schon einen deutlichen Leistungsanstieg zeigen. "Anne hatte noch nie so einen guten Einstieg wie in diesem Jahr." Das Ziel sei es, 2020 noch eine Zeit unter 8,40 zu laufen.

Auch die jüngeren Leichathleten verbuchten einen erfolgreichen Auftakt ins neue Jahr. Lina Jentzsch (VfA Rochlitzer Berg) lief in der Altersklasse U 16 über 60 Meter Hürden mit 10,07 s persönliche Bestzeit, ebenso wie Jannika Vasold (10,19 s). Luise Schmidt (LWV Geringswalde) stieß die Kugel (3 kg) auf 9,80 Meter und steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr. Und auch Charlotte Handke (VfA Rochlitzer Berg) sprintete über 60 Meter in 8,07 s zur Bestzeit.

"Es war ein wirklich guter Auftakt. Alle unsere zwölf Athleten haben mindestens eine neue Bestmarke geknackt", fasst Sperling das Meeting zusammen. Als nächstes stehen nun die Landesmeisterschaften in der Halle an.

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