Einerts Solo ins Glück

Fortuna Langenau geht nach dem 1:0 beim Oederaner SC als Dritter der Fußball-Mittelsachsenliga ins neue Jahr. Dabei hatten die Gastgeber lange Zeit mehr vom Spiel.

Oederan.

Dass gestern eine steife Brise über den Oederaner Sportplatz wehte, hatte nicht nur mit dem Sturmtief "Marielou" zu tun. Auch beide Mannschaften, die auf dem tiefen Rasen standen, machten sofort klar, dass sie sich bei Nieselregen und kühlen Temperaturen am zweiten Advent nicht zu einem gemütlichen Glühwein-Kränzchen versammelt hatten. Am Ende hatten die Gäste in der umkämpften, aber keineswegs unfairen Partie knapp die Nase vorn: Fortuna Langenau gewann beim Oederaner SC 1:0 (0:0) und untermauerte damit den 3. Tabellenplatz. Der OSC wird im Klassement der Fußball-Mittelsachsenliga weiterhin als Siebter geführt.

Immerhin 55 zahlende Zuschauer verfolgten die Partie trotz der wenig kuscheligen Wetterverhältnisse. In der 1. Halbzeit hatten die Gastgeber mehr vom Spiel. So hätte Oederan früh in Führung gehen können, wenn Paul Seiler in der gegnerischen Box nicht der Sprit ausgegangen wäre. Er stürmte mutig in die torgefährliche Zone, schüttelte seine Gegenspieler ab und wollte auch noch Fortuna-Keeper Pierre Schulze überlisten. Doch dieser blieb Sieger.

Anschließend machte Oederan weiter die Musik, was Langenaus Trainer Matthias Zänker gar nicht gefiel. Lautstark stufte er die sportliche Wertigkeit des Auftritts seiner Männer als verbesserungswürdig ein. Kurz vor der Pause hatte die Fortuna erneut Glück: Moritz Reichelt servierte das Spielgerät auf den Fuß von Seiler, doch der verzog aus Nahdistanz knapp. "Wir haben eine gute Halbzeit gespielt, es aber verpasst, einen Treffer zu markieren", stellte der Oederaner Trainer Steffen Günther treffend fest.

Nach Wiederanpfiff gelang es seiner Mannschaft nicht, an diese Leistung anzuknüpfen. Dafür nahmen die Fortunen immer mehr Fahrt auf und wurden nach einer knappen Stunde belohnt. Paul Einert ließ in der 59. Minute gleich vier Oederaner aussteigen und besorgte das 1:0. "Eine sehr schöne Einzelleistung", schwärmte Zänker. Danach hatte sein Team noch Möglichkeiten, den Spielstand zu erhöhen. So vergab Philipp Schmuckat das mögliche 2:0. Den Oederanern gelang es dagegen nicht, die Liste der eigenen Möglichkeiten zu verlängern. "In der 1.Halbzeit hatten wir sicher etwas Glück. Doch nach dem Führungstreffer war meine Truppe spielbestimmend", sagte Fortuna-Trainer Zänker. "Deshalb hat sie den Sieg auch verdient."

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