Erste Hürden souverän gemeistert

Mittweidas Leichtathleten sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Beim LAC-Meeting konnten sie sich gleich zweimal über Goldmedaillen freuen.

Chemnitz.

Michael Sperling hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Beim LAC-Meeting am Samstag als auch am Sonntag bei der regionalen Hallenmeisterschaft betreute der Trainer der LG Mittweida im Sportforum in Chemnitz seine Athleten in allen Altersklassen und Disziplinen. Ob beim Weitsprung oder Hürdenlauf - er konnte seinen Schützlingen in allen Sportarten Tipps geben. So holte unter anderem Anne Weigold die Goldmedaille über 60 Meter Hürden in 8,65Sekunden, während Jara Graf Platz 1 im Kugelstoßen (12,75 m) belegte. "Ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen", sagt Sperling. Zumal Jara Graf noch mitten in der Ausarbeitung ihrer Drehstoßtechnik sei und Anne Weigold ihre Optimalform erst im Februar bei den deutschen Hallenmeisterschaften anstrebe.

Damit hat sich die intensive Vorbereitung am Ende des vergangenes Jahres bereits ausgezahlt. Vom 11.bis 16. Dezember war der 35-Jährige zusammen mit seinen vier Topathleten Anne Weigold, Sandy Uhlig (Diskus), Julia Neuhaus (400 Meter Hürden) und Stephanie Seidel (Hochsprung) im Trainingslager auf Zypern. "Wir hatten dort hervorragende Bedingungen: zwei Stadien, einen eigenen Kraftraum und einen reinen Wurfplatz", sagt Sperling. Vor allem für die Läuferinnen war das warme Klima ideal. Da es in Mittweida keine Leichtathletikhalle gibt, sei es in Deutschland immer schwierig gewesen, ordentliche Sprints im Winter zu trainieren.

Wer denkt, das wäre es an Trainingslagern für 2018 gewesen, liegt falsch. Selbst über die Weihnachtsfeiertage wurde vom 27. bis 30. Dezember ein Trainingslager in eigener Halle, inklusive Übernachtung, eingeschoben. Ein normaler Trainingstag begann um 8.30 Uhr mit dem Frühstück. Um 10 Uhr gab es die erste Trainingseinheit, 12.30 Uhr Mittag und 15.30 Uhr Einheit Nummer Zwei. Auch über gesunde Ernährung wurde gesprochen: "Die geht nun mal einher mit dem Leistungssport", sagt Sperling. Er müsse aber keine Regeln aufstellen, seine Athleten essen ohnehin kaum Fast Food. Abends wurde sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen vertrieben.

Die Ergebnisse beim LAC-Meeting und den regionalen Hallenmeisterschaften sind für Sperling trotz der guten Leistungen vorerst zweitrangig. "Bei den jüngeren Altersklassen soll auch der Spaß im Vordergrund stehen. Wir wollen die Kinder nicht kaputt machen, sondern gute Grundlagen für die Zukunft schaffen." Ab den Altersklassen U16 und U18 spiele die Leistungsfähigkeit dann eine etwas wichtigere Rolle.

Auch beim TSV Fortschritt Mittweida freute man sich über Edelmetall. Stella Kaufmann holte Silber im Weitsprung sowie im 50-Meter-Lauf und Bronze im Ballwurf.

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