Erster Dämpfer für Germania

Die Fußballer aus Mittweida haben ihr Auswärtsspiel in der Landesliga beim VfL Pirna-Copitz klar mit 0:6 (0:1) verloren. Der Trainer geht mit der Mannschaft aber nicht hart ins Gericht.

Mittweida.

Für die Landesliga-Fußballer des SV Germania Mittweida ist die Reise zum VfL Pirna-Copitz am Samstag nicht von Erfolg geprägt gewesen. Germania unterlag im Elbtal deutlich mit 0:6 (0:1) und kassierte dabei vier Gegentreffer in der Schlussviertelstunde.

"Wir haben in Pirna 55 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht, doch danach haben wir nicht mehr als Mannschaft agiert", sagte der Mittweidaer Trainer Uwe Schneider. Bis zu jener 55. Minute hatte sich der Übungsleiter noch Chancen auf einen Punktgewinn ausgerechnet, doch dann sorgte sein eigener Torwart für die Vorentscheidung: Nach einem langen Ball der Pirnaer ging der Klärungsversuch von Keeper Nico Kaiser völlig nach hinten los. "Es war ein katastrophaler Bock. Er ist regelrecht am Ball vorbeigelaufen und der Pirnaer Spieler musste ihn nur noch über die Linie drücken", so Schneider. "Danach haben wir den Gegner zu viel Platz gestattet, er hatte Spaß am Fußball und nutzte diesen für vier weitere Tore."

Trotz der deftigen Auswärtsniederlage zieht der Mittweidaer Trainer das Positive aus dem Spiel. "Besonders in der ersten Halbzeit haben wir nicht viel zugelassen", so Schneider. Die Pirnaer waren lediglich nach Eckbällen gefährlich. Bis zur 42. Minute ging das Konzept der Mittelsachsen auf, dann kassierten sie doch das 0:1. Vereinzelt gelangen den Mittweidaern in der ersten Halbzeit auch Angriffsversuche. "Wir hatten drei, vier Kontermöglichkeiten, doch am gegnerischen Strafraum haben wir meist die falschen Entscheidungen getroffen." Lobend hob er Philipp Krasselt hervor, der 90 Minuten im linken offensiven Mittelfeld agierte. "Er gehörte in Pirna zu den besseren Spielern, wie auch unsere Neuzugänge Christoph Antal und Felix Ebert."

Schneider wusste die Niederlage bereits gestern einzuordnen. "Die Pirnaer haben vier Zugänge vom Oberliga-Absteiger aus Kamenz, wir haben neue Spieler aus Frankenberg und Kriebstein bekommen", sagt er. Dass da ein Unterschied erkennbar sein müsse, sei klar, so Schneider. "Auf der Heimfahrt war im Bus Totenstille. Die Mannschaft geht mit solchen Niederlagen gut um und erhält auch alle Rückendeckung von mir." Auch in der Vorsaison habe sich das Team nach schwachen Auswärtsauftritten stets zurückgemeldet.

Der Trainer denkt zudem, dass noch weitere solch hohe Niederlagen kommen werden. "Diese Liga ist für uns schwer zu bespielen und wir müssen Pirna nun schnell abhaken." In den bisherigen zwei Landesliga-Spielen habe seine Mannschaft nur in den letzten 30 Minuten am Samstag nicht als Mannschaft agiert, sagt er. "Wir können aus den ersten Partien viele Erkenntnisse mitnehmen und wissen, was uns erwartet."

Am kommenden Sonntag geht es für die Mittweidaer im Landespokal weiter. In der 2. Runde gastieren sie bei Landesklasse-Aufsteiger Meeraner SV. Für Germania-Coach Schneider geht der Blick allerdings schon zum nächsten Punktspiel in zwei Wochen gegen die SG Taucha. "Bis dahin wollen wir unsere angeschlagenen Spieler wieder dabei haben, und angesichts der kommenden Auswärtsaufgaben wird dieses Heimspiel wichtig."

Statistik Germania Mittweida: Kaiser - Kuhl (46. Borchardt), Rauthe, Hönig, Pietsch - Salim (60. Hahn), Richter, K. Frieden, Antal, Krasselt - Ebert (82. Teichgräber) - Tore: 1:0 (42.), 2:0 (55.), 3:0 (74.), 4:0 (79.), 5:0 (84./FE), 6:0 (88.) - Schiedsrichter: Kneusel (Dresden) -Zuschauer: 140

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