"Es geht nur darum, die Klasse zu halten"

Bei den mittelsächsischen Handball-Bezirksligisten sind noch einige Baustellen zum Saisonstart offen. Die Ziele werden daher niedrig angesetzt.

Niederwiese/Mittweida.

Bei den Handball-Bezirksligisten aus der Region gibt es vor dem Start in die neue Spielzeit sicherlich noch die eine oder andere Baustelle. Kein Wunder daher, dass die gebackenen Brötchen etwas kleiner ausfallen.

So konnte der SV Grün-Weiß Niederwiesa ein großes Problem vor Saisonbeginn nicht lösen: Die Mannschaft steht ohne Trainer da. Der bisherige Coach Martin Herwick hatte den Verein Richtung Aue verlassen, die Verantwortung liegt nun vorübergehend bei Benjamin Clauß. Der langjährige Spieler ist derzeit verletzt und hält die Fäden zusammen, da alle Versuche, einen neuen Coach zu bekommen, bisher nicht von Erfolg gekrönt waren. "Interessenten können sich gern bei uns melden", sagt Clauß. Wichtig sei es für die Mannschaft zunächst, den Kader konkurrenzfähig zu halten. Deshalb sollen aufstrebende Talente aus der eigenen A-Jugend Schritt für Schritt in den Männerbereich herangeführt werden. "Wir müssen realistisch sein. Für uns geht es nur darum, die Klasse zu halten." Bis auf Robert Oehmigen bleibt das Team zusammen.

Beim HV Oederan hat sich das Personalkarussell schon etwas schneller gedreht. Der langjährige Torhüter Ronny Butze kehrt zum VfB Flöha zurück, Frank Tschee hat seine Laufbahn beendet. Immerhin kommt mit dem Ex-Flöhaer Eduard Sabot ein interessanter Spieler in die Stadt des Klein-Erzgebirges. "Wir haben in der Vorbereitung viel Wert auf Athletik und das Abwehrverhalten gelegt. Wir wollen wieder aus einer sicheren Defensive unser schnelles Konterspiel aufziehen", sagt Trainer Marko Börner. Allerdings ist der Start in die Saison nicht einfach, da der HVO gleich dreimal auf fremdem Parkett antritt. "Wir müssen unsere Auswärtsschwäche ablegen und versuchen, zu punkten", blickt Börner voraus.

Beim TSV Fortschritt Mittweida schauen die Verantwortlichen trotz eines personellen Aderlasses der neuen Saison optimistisch entgegen. "Das Sachsenpokalspiel gegen Stahl Rietschen hat uns Mut gemacht", sagt Abteilungsleiter André Hammerschmidt. Mit Eduard Sabot und Albert Keil haben die Mittweidaer allerdings zwei wichtige Stützen im Rückraum verloren. Dazu wechselte Kreisläufer Philipp Podzimek zu Einheit Claußnitz. "Wir müssen die Abgänge nun mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffangen", sagt Hammerschmidt. Auf der Trainerposition hat sich auch während der Coronapause nichts getan. "Wir sind da noch in Gesprächen." Vorerst wird Steffen Kopasz die Mannschaft weiter bei den Pflichtspielen unterstützen. Die Trainingseinheiten gestalten die Spieler dagegen vorerst in Eigenregie. "Primäres Ziel ist es für uns, in dieser Saison Spaß am Handball zuhaben", kündigt Hammerschmidt an. "Aber wir wollen auch nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben." (mit rosd)

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