Favoriten unterlassen Kampfansagen

Am 5. Spieltag der Fußball-Mittelsachsenliga hat der TSV Flöha keine guten Erinnerungen an den Gegner. Die beiden führenden Teams treten auswärts an.

Flöha.

Manchmal sind es ganz kleine Brötchen, die ein amtierender mittelsächsischer Fußballmeister backen will. "Mir wäre es schon erst einmal recht, wenn wir überhaupt ein Tor schießen würden", sagt Steffen Bergmann, der Trainer des TSV Flöha (4. Platz/7 Punkte), vor dem Mittelsachsenliga-Heimspiel gegen den SV Mulda (9./4). Diese für Außenstehende vielleicht etwas kuriose Aussage ist durchaus ernst gemeint. Denn in der abgelaufenen Saison verbuchte Flöha gegen den SV eine Bilanz von null Punkten und 0:4 Toren. "Jetzt wollen wir natürlich den Bock zu Hause umstoßen und endlich einmal wieder gegen Mulda als Sieger vom Rasen gehen", stellt Bergmann klar.

Das Klassement führt nach vier Spieltagen der TSV Großwaltersdorf/Eppendorf mit zwölf Punkten an. Übermorgen reist der Ligaprimus zum SV Hartmannsdorf (8./6). "Wir gehen das Spiel genau wie jedes andere an, nämlich mit dem Vorsatz, zu gewinnen", sagt TSV-Trainer Robert Hohlfeld. In der abgelaufenen Serie gab es in den Duellen beider Teams keinen Sieger. Auch jetzt könnte Hohlfeld mit einer Punkteteilung gut leben, zumal ihm zwei wichtige Akteure fehlen werden. Erik Sarodnik muss eine Sperre absitzen, weil er im Punktspiel gegen Flöha Gelb-Rot gesehen hatte. Und Robin Lenke droht gleich mehrere Spieltage auszufallen. Er hatte sich im Pokal eine Muskelverletzung zugezogen.

Auch beim SV Lichtenberg (2./9) macht man sich noch Gedanken über das vergangene Pokalwochenende. Der SVL muss beim Schlusslicht FSV Motor Brand-Erbisdorf (14./0) bestehen. Den Lichtenbergern ist es nicht entgangen, dass der FSV im Kreispokal den ambitionierten Stadtrivalen Fortuna Langenau eliminiert hat. "Aber auch wir haben einen ordentlichen Pokalauftritt hingelegt und bei unserem 9:0-Sieg bei einem fairen, unterklassigen Gegner sieben Torschützen gehabt", sagt Lichtenbergs Co-Trainer Heiko Kluge. Personell habe sich die Lage dagegen etwas entkrampft. "So bieten sich uns in der Offensive wieder ein paar Möglichkeiten mehr", sagt Kluge. Der Oederaner SC (10./4) muss beim Aufsteiger Siebenlehner SV (12./3) bestehen und könnte mit einem Sieg den Kontakt zum Mittelfeld der Tabelle halten.

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