Flöhaer wollen sich beweisen

In der Fußball-Mittelsachsenliga hat das Rennen um die Herbstmeisterschaft begonnen. Von den fünf Spitzen-Teams treffen zwei direkt aufeinander.

Flöha.

In der Fußball-Mittelsachsenliga durfte bisher zwar nicht jedes, dafür aber auch nicht nur ein Team Tabellenführer sein. In den vergangenen Wochen haben die Namen der Mannschaften, die das Klassement angeführt haben, mehrmals gewechselt. Nach zehn Spieltagen darf sich der TSV Langhennersdorf Primus nennen, hat mit seinen 22Zählern aber gerade einmal vier Punkte Vorsprung auf den Fünften Oederaner SC.

"Man kann diese wechselnden Konstellationen als Ausgeglichenheit der Staffel werten - oder als mangelnde Konstanz der Spitzen-Teams", sagt der Trainer des TSV Großwaltersdorf/Eppendorf, Robert Hohlfeld. Er ist mit seiner Elf punktgleich mit dem Zweiten Fortuna Langenau auf dem 3. Rang notiert (21). Derzeit mache er sich aber weniger über den künftigen Tabellenplatz Gedanken. Viel wichtiger ist ihm, dass er nach der 0:3-Niederlage beim BSC Freiberg II seine Männer wieder auf Kurs bekommt. "Vielleicht kam die Niederlage zur richtigen Zeit. Ich hoffe, dass jetzt alle wieder den Fokus auf die wichtigen Fußballdinge legen", so Hohlfeld.

Sein Team bekommt es am Sonntag mit Aufsteiger SV Geringswalde/ Schweikershain zu tun. "Der Gegner ist für mich die große Unbekannte. Nach dem 0:6 der Vorwoche gegen Flöha wird die Truppe zeigen wollen, dass sie es besser kann", so Hohlfeld. Immerhin kehrt Robin Lenke nach abgesessener Rotsperre zurück, auch Torwart Ralph Schreiber steht mach fünfwöchiger Verletzungspause wieder im Kader.

Der TSV Flöha ist eine weitere Mannschaft, die vorn mitmischt (4. / 19) und nun zu Hause auf Langenau trifft. "Wir sind in den vergangenen Wochen zwar ganz gut unterwegs gewesen, haben aber in den Spitzenspielen nie überzeugen können. Deshalb sehe ich den Kontrahenten als Favorit auflaufen", schätzt TSV-Trainer Mirko Schwoy ein. Er hat früher mit Fortuna-Coach Matthias Zänker bei Sachsenring Zwickau Fußball gespielt, beide sind noch heute freundschaftlich miteinander verbunden.

Dennoch hätte Schwoy nichts dagegen, wenn seine Jungs die Langenauer und damit auch ihren Übungsleiter aus sportlicher Sicht ärgern würden. "Ich weiß, das meine Spieler es drauf haben, aber ob sie es auf den Rasen bringen können, ist offen", so Schwoy. Schließlich sei Fortuna trotz personeller Ausfälle eine starke Truppe. Sein Kumpel Zänker sieht dies etwas differenzierter. "Wir sind durch die Ausfälle geschwächt, ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe und würde mich nicht beschweren, wenn es unentschieden ausgeht", formuliert es der Übungsleiter, der von 2009 bis 2016 in Flöha auf der Trainerbank saß.

Die Oederaner müssen bei Germania Mittweida II antreten. Dort werden sie alles daran setzen, um mit einem Sieg weiter vorn dabei zu bleiben. (kbe)

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