Fortschritt hakt Aufstieg ab

Die Mittweidaer Handballer verlieren mit 25:30 bei Schlusslicht Annaberg-Buchholz. Der Trainer bemängelte danach die Einstellung des Teams.

Mittweida.

Das Aufstiegsrennen in der Handball-Bezirksliga ist nahezu entschieden. Durch die 25:30-Auswärtsniederlage beim HC Annaberg-Buchholz hat der TSV Fortschritt Mittweida nun drei Punkte Rückstand auf Spitzenreiter HSG Sachsenring. Bei drei noch ausstehenden Spielen ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Tabellenführer noch so viele Punkte abgibt.

"Wir müssen nun schauen, dass wir den 2. Platz bis zum Saisonende halten können", sagt Trainer Steffen Kopasz. Er hatte bis gestern noch keine Erklärung, warum ausgerechnet sein Team wieder als Aufbaugegner für einen Abstiegskandidaten fungierte und den Annabergern gar ihren ersten Saisonsieg bescherte. "Mit so einer Leistung, wie wir sie abgerufen haben, kann man im Aufstiegskampf auch nicht bestehen", so Kopasz. Sicherlich sei die Einstellung bei einigen Spielern zum Gastauftritt beim Letzten auch ein Faktor gewesen. "Felix Meinecke, der acht Tore geworfen hat, nehme ich aus meiner Kritik aber komplett heraus. Er hat ein starkes Spiel gemacht", so Kopasz.

Schon frühzeitig gingen die Annaberger mit 4:1 in Führung. Auch nach einer Auszeit fanden die Mittweidaer in der Abwehr keine Lösung, und im Angriff fehlten der Spielwitz und die Ideen. Folgerichtig gingen die Annaberger mit 13:10 in die Pause. Mit Wiederanpfiff konnten sich die Gäste steigern und erzielten in der 41. Minute den Ausgleich zum 18:18. "In dieser Phase ist uns vieles gut gelungen, und unser Torwart Stefan Natzschka hat auch viele Bälle gehalten", erklärt Kopasz. Doch anschließend patzte sein Team besonders in der Offensive. "Teilweise kamen die Würfe nicht einmal aufs Tor und wenn doch, dann in die Schokoladenecke des Annaberger Torwarts", so der Coach. Bis zum Ende konnten die Gastgeber somit auf 30:25 davonziehen und ihren ersten Saisonsieg bejubeln. "An diesem Tag war der Sieg der Annaberger auch verdient", sagt Kopasz und will einige Defizite in seinem Team nun intern auswerten. Zudem sei spürbar gewesen, dass mit Spielmacher Philipp Rogler die ordnende Hand fehlte. Er und seine Lebensgefährtin Sandy Morgenstern wurden am Wochenende Eltern.

Statistik Mittweida: Natzschka, Scheffler, Tippner (2), Hammerschmidt, Podzimek, Schmieder (7), Meinecke (8), Rauh (3), Schröder (3), Sabot (2).

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