Fortschritt nur noch Mittelmaß

Die Mittweidaer Handballer haben ihr Bezirksliga-Heimspiel gegen den ZHC Grubenlampe II klar mit 22:32 verloren - und somit auch den Anschluss an die Spitze.

Mittweida.

Nach der dritten Niederlage in Folge sind die Bezirksliga-Handballer des TSV Fortschritt Mittweida im Mittelmaß ihrer Liga angekommen. Nach der 22:32 (9:14)-Heimniederlage gegen den ZHC Grubenlampe II sind die Mittweidaer nun mit 7:7 Punkten auf Platz 6 notiert. Das hatten sich die Verantwortlichen anders vorgestellt.

"Zurzeit kommt bei uns leider vieles zusammen, was uns blockiert", sagt der Mittweidaer Trainer Steffen Kopasz. Dies seien einerseits die Gegner: "Wenn man in dieser Phase gegen den Spitzenreiter antreten muss, meint es der Spielplan natürlich alles andere als gut mit uns." An eine Heimniederlage mit zehn Toren Differenz kann sich Kopasz gar nicht erinnern. "Doch wir hatten durchaus die Möglichkeiten, das Ergebnis zumindest erträglicher zu gestalten."

Nach zehn Spielminuten sind die Zwickauer zwar auf 7:2 davongezogen, allerdings war die Welt auf der Mittweidaer Seite hier noch in Ordnung. "In der Anfangsphase hatten wir gleich dreimal den Pfosten getroffen, weshalb der Abstand dann schon so groß wurde", sagt Kopasz. In der Folge kämpften sich die Mittweidaer wieder auf zwei Tore heran (6:8/20.), doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten die Gäste ihren Vorsprung wieder ausbauen, sodass beim Stand von 9:14 die Seiten gewechselt wurden. "Wir haben es über das gesamte Spiel leider nicht geschafft, in der Abwehr zu 100 Prozent gallig zu sein", sagt der TSV-Coach.

Eine Aufholjagd blieb demnach zu Beginn der zweiten Halbzeit auch aus. Bis zum 12:17 (35.) waren die Mittweidaer noch in Schlagdistanz und konnten noch auf einen Punktgewinn hoffen, doch kleiner wurde Rückstand in der Folge nicht mehr - im Gegenteil: Mit einem Fünf-Tore-Lauf in der Schlussphase schraubten die Zwickauer das Resultat noch nach oben und sorgten dafür, dass die Mittweidaer nun sogar ein negatives Torverhältnis aufweisen.

"Wir sind derzeit nicht in der Lage, im Spiel schwierige Situationen zu überstehen", sagt Steffen Kopasz. So könne es dann wie am Samstag passieren, dass ein Spiel eine Eigendynamik entwickelt und solch eine Niederlage zustande kommt. "Den Druck machen wir uns als Mannschaft derzeit selbst - weil wir wissen, dass wir es besser können." Es sei nun seine Aufgabe als Trainer, die Probleme anzusprechen und die Spieler wieder wachzurütteln. "Das geschieht bei uns aber intern", so Kopasz. rosd

Statistik Mittweida: Scheffler, Kunath, Hammerschmidt (2), Schott (2), Dietze, Clauß (1), Ernst (3), Hanika (2), Schröder (2), Rogler(6/1), Sabot (4/1)

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