Fortschritt schafft früh klare Fronten

Im mittelsächsischen Duell haben sich in der ersten Runde des Bezirkspokals die Mittweidaer Handballer bei der HSG Striegis mit 34:22 durchgesetzt.

Pappendorf/Mittweida.

So richtig haben sowohl die Handballer der HSG Striegis (2. Bezirksklasse) als auch die Bezirksliga-Spieler des TSV Fortschritt Mittweida vor ihrem ersten Pflichtspiel nicht gewusst, wo genau sie stehen. Am Sonnabend setzte sich in Roßwein der Favorit standesgemäß durch: Die Mittweidaer bezwangen die neu formierte HSG Striegis mit 34:22 (16:8).

"Allerdings müssen wir uns beim Punktspielauftakt in Annaberg-Buchholz am kommenden Wochenende noch deutlich steigern", sagte TSV-Trainer Steffen Kopasz nach der Partie. Besonders in den letzten 20 Minuten des Spiels sei der Kräfteverschleiß seinem Team anzumerken gewesen. "Von konzentrierter Abwehrarbeit konnte da keine Rede mehr sein." Aus Sicht der Mittweidaer war die Partie da glücklicherweise aber schon gelaufen, denn der Halbfinalist aus der Vorsaison hatte zu diesem Zeitpunkt schon für klare Fronten gesorgt.

Die Mittweidaer gingen sehr konzentriert in die Partie und bauten ihren Vorsprung über die Stationen 3:0, 6:2 und 8:2 schon in der Anfangsphase aus. Obwohl beim Favoriten nicht alles gelang, stand die Abwehr sicher und Erik Scheffler im Tor konnte sich mehrfach auszeichnen. "Zudem war die Wurfquote im Angriff zufriedenstellend", so Kopasz. Nach 20 Minuten war das Polster der Mittweidaer schon auf zehn Tore angewachsen (13:3), sodass die Spannung bereits aus der Roßweiner Halle verflogen war. Beim Stand von 16:8 für Mittweida wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff gelang es den Mittweidaern, ihren Vorsprung auszubauen. Mit dem 23:11 durch Kay Schröder in der 40. Minute wurde dem Gastgeber dann jegliche Minimalchance auf den Sieg genommen. Zwar versuchten die Hausherren noch einmal alles und nahmen Philipp Rogler in Manndeckung, trotzdem konnten die Mittweidaer den Abstand halten und der HSG Striegis gelang keine großartige Ergebniskosmetik mehr.

Der Trainer der HSG, Detlev Seidel, wollte die Niederlage nicht einfach nur unter den Tisch kehren. "Leider haben mir zwei, drei Spieler gefehlt, die ich gegen Mittweida gern dabei gehabt hätte", sagte der 56-Jährige, der schon im Vorjahr bei der damaligen HSG Muldental das Traineramt bekleidete. "Im Spiel am Samstag musste ich dann leider anerkennen, dass der Gegner auch die zwei Klassen besser war", sagte er ernüchtert. "Zudem hätte ich einigen meiner Spieler mehr Selbstvertrauen gewünscht." Vor allem bei der Chancenverwertung schluderten die HSG-Spieler. Zahlreiche klare Chancen führten nicht zu Toren. "Dennoch habe ich in dieser Saison einen Kader, mit dem ich arbeiten kann", so Seidel. Am Samstag empfängt die HSG zum ersten Spieltag der 2. Bezirksklasse in Hainichen Fortschritt Mylau-Reichenbach. (rosd/gbö)

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