Fortschritt will wieder kräftig zupacken

Der TSV Mittweida geht mit zwei Teams auf Bezirksebene an den Start. Während es im großen Kader der Frauen viele Fragezeichen gibt, setzen die Männer auf Qualität statt Quantität.

Mittweida.

Grit Kopasz geht mit ähnlichen Erwartungen wie im vergangenen Jahr in die kommende Handball-Saison. Die Handball-Abteilungsleiterin des TSV Fortschritt Mittweida hofft, dass die Männer wieder eine ordentliche Rolle im Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksliga spielen. Bei den Bezirksklasse-Frauen haben aber auch andere Faktoren Einfluss.

"Ich weiß ja, dass demnächst einige Frauen bei uns die Familienplanung vorantreiben wollen oder dies schon getan haben", sagt die Mittweidaer Handball-Chefin. Natürlich habe dies dann auch Einfluss auf die einzelnen Spiele. "Wir haben drei Pärchen bei uns, von denen jeweils einer im Damen- und im Männerteam spielt. Manchmal übergeben die Eltern die Kinder dann zwischen den Spielen, aber das geht ja nicht immer", sagt Grit Kopasz schmunzelnd. Gerade bei Auswärtsspielen sei es besonders für die Frauen schwierig, das Sportliche und das Private unter einen Hut zu bekommen. "Außerdem kommt noch dazu, dass viele Frauen als Verkäuferinnen, Krankenschwestern oder Altenpflegerinnen arbeiten und am Wochenende beruflich eingespannt sind." Auf dem Papier seien es durchaus viele Spielerinnen, so Kopasz, "doch in Realität wird es sicher etwas anders aussehen".

Somit sei es schwer, für die kommende Saison eine genaue Prognose abzugeben, so Kopasz. "Aber ich denke, dass die Damen eine ähnlich solide Saison wie in der vergangenen Spielzeit bestreiten und weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun haben werden." Zuwachs gab es bei den Mittweidaer Bezirksklasse-Frauen auch auf der Trainerbank. Sven Kunath, der zugleich Torwart bei den Bezirksliga-Männern ist, unterstützt Trainerin Sabine Podzimek künftig.

Bei den Bezirksliga-Männern sind die Vorzeichen genau umgekehrt. Trainer Steffen Kopasz stehen elf Akteure zur Verfügung, nachdem Albert Keil aufgrund seines Studiums nach Dresden zog. "Ich denke trotzdem, dass die Truppe wieder eine gute Rolle im oberen Drittel spielen kann", sagt Grit Kopasz. Der Kader sei zwar klein, "doch dafür kennen sich die Jungs teilweise aus der Jugend und verfügen über viel Qualität", sagt sie.

Das Auftaktprogramm ist für die Fortschritt-Herren allerdings happig. Morgen gastieren sie, wie die Fortschritt-Damen auch, beim HC Annaberg-Buchholz - dort, wo im Halbfinale des Bezirkspokals im Frühjahr Endstation war. Am zweiten Spieltag kommt bereits der HC Fraureuth nach Mittweida. "Die Fraureuther sind immer ein Favorit auf den Titel, sodass unsere Jungs von Anfang an gefordert werden", sagt Grit Kopasz.

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