Frankenberger räumen in Halle ab

Die Leichtathletik-Familie Herrmann von der SG Vorwärts hat bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften 15 Medaillen gewonnen. In diesem Jahr warten auf das Quartett noch größere Aufgaben.

Frankenberg.

Diese Reise nach Halle hat sich für die Leichtathletik-Familie Herrmann von der SG Vorwärts Frankenberg einmal mehr gelohnt. Bei den deutschen Seniorenmeisterschaften in der Halle räumte das Quartett insgesamt 15 Medaillen ab. Fast in jeder Disziplin, in der es antrat, gab es Edelmetall.

Mit viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze gehörte Matti Herrmann zu den fleißigsten Sammlern in Halle. "Es lief wirklich gut bei mir, und auch die Leistungen stimmen mich zufrieden", sagte der 35-Jährige, der in seiner Altersklasse (M35) die Titel im Stabhochsprung, Weitsprung, Dreisprung und über 60 Meter Hürden gewann. "Beim Einspringen mit dem Stab habe ich schon 4,40 und 4,50 m geschafft. Als im Wettkampf mein Kontrahent bei 4,20 m rausgeflogen ist, war bei mir auch die Luft raus", sagte er. Seine 4,30 m reichten zu Gold. Im Hochsprung verpasste er um drei Zentimeter den Titel und holte Silber. Immerhin sei er ganz nah an den Favoriten Steffen Fricke von Germania Halberstadt herangekommen, so Herrmann. "Es hätte durchaus auch anders ausgehen können." Die Goldmedaille im Dreisprung erkämpfte er sich mit einem neuen sächsischen Landesrekord (13,18m). Bronze holte er in den Laufdisziplinen über 200 m sowie mit der Frankenberger Staffel über 4x200 m. In dieser liefen sein Vater Lutz sowie Roberto Sobotka und Frank Lagatz mit.

Lutz Herrmann meldete sich nach einem Jahr Pause mit einer Silbermedaille im Stabhochsprung zurück. Dort schaffte er 3,40 m. "Allerdings hat er danach wieder über seine Schulter geklagt, sonst wären sicherlich 3,50 m möglich gewesen", sagt Sohn Matti. Im Weitsprung wurde Lutz Herrmann Siebter.

Petra Herrmann sammelte in der AK W 60 satte vier Goldmedaillen. Sie wurde nationale Meisterin im Stabhochsprung, Weitsprung, Dreisprung (hier mit nationalem Rekord) und über 60 m Hürden. Dazu gesellte sich eine Silbermedaille im Hochsprung. In der AK W 35 gewann Bianka Herrmann das Stabhochspringen. Im Kugelstoßen wurde sie mit der Silbermedaille belohnt. Da sich die Wettkämpfe in Halle über zwei Tage zogen, entschlossen sich die Frankenberger, an der Saale zu übernachten. "Teilweise war am nächsten Morgen schon früh Beginn, sodass wir so etwas mehr Ruhe bekamen."

Für die Frankenberger Leichtathletik-Familie ist die Hallensaison nun beendet. "Die Hallen-Europameisterschaft in polnischen Torun Ende März werden wir auslassen", sagt Matti Herrmann. "Natürlich werden wir an den gleichen Wettkämpfen wie im Vorjahr, wie zum Beispiel der Senioren-DM unter freiem Himmel, teilnehmen", sagt der IT-Fachmann, der zurzeit in Elternzeit bei seiner neunmonatigen Tochter Marie ist. Im Sommer sind zudem internationale Starts geplant. Dabei teilen sich die Frankenberger auf. "Lutz und Bianka werden in den Sommerferien zu den Internationalen Seniorenspielen nach Italien reisen", sagt Matti Herrmann. Er selbst plant gemeinsam mit seiner Mutter Petra im September, an den Senioren-Europameisterschaften in Venedig teilzunehmen. "Voraussetzung ist, dass wir alle gesund bleiben."

Neben dem Quartett der SG Vorwärts Frankenberg reisten noch weitere mittelsächsische Starter nach Halle. Für Manfred Kunze vom SV Motor Hainichen sprang dabei eine Medaille heraus. In der Altersklasse M 85 gewann er im Speerwerfen mit 14,03 m Bronze. Fünfter wurde er mit dem Diskus (14,82 m), Sechster im Kugelstoßen (6,14 m). Frank Faustmann von der LG Mittweida ging in der AK M 60 im Hammerwurf an den Start und wurde dort mit 35,21 m Achter. Ingo Wolf vom Freiberger PSV wurde in der M 50 Fünfter im Dreisprung (10,06 m) sowie Zehnter über die 60 m Hürden mit 11,35 Sekunden.

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