Freiberger auf Abschiedstour

Philipp Pentke gehört zu den besten Torhütern der 2. Bundesliga. Im Sommer wird der 33-Jährige seinen Verein Jahn Regensburg jedoch verlassen - seine Familie ist nur ein Grund dafür.

Freiberg.

Die Spekulationen reißen nicht ab. Geht er nach Kaiserslautern? Oder doch nach Holland? Durch seine starken Leistungen in den vergangenen Wochen und die Verkündung seines Abschieds von Jahn Regensburg ist Fußball-Torhüter Philipp Pentke in die Schlagzeilen geraten. Wohin wird der gebürtige Freiberger, der von 2009 bis 2015 das Trikot des Chemnitzer FC trug, wohl wechseln - das fragen sich Fans und Journalisten.

Pentke selbst hüllt sich in Schweigen, verweist auf seinen neuen Verein, der den Wechsel demnächst schon verkünden werde und sagt zunächst nur, dass es familiäre Gründe sind, die ihn zu einem Wechsel bewogen haben. "Das hat nicht nur mit meiner Tochter zu tun, die vor einem Jahr geboren wurde", erklärt der Keeper, der am 1. Mai seinen 34. Geburtstag feiert. "Ich muss an die Zeit nach meiner Karriere denken - auch damit hat mein Wechsel zu tun."

Wirklich spruchreif sei hinsichtlich des neuen Clubs noch nichts, sagt Pentke, der beim Aufstieg des CFC im Jahr 2011 zum Helden der Fans wurde. Nach der Saison 2014/2015 verlängerte der damalige Sportdirektor Stephan Beutel den Vertrag mit dem Torhüter nicht. Den Frust darüber behält Pentke bis heute für sich, zumal der Wechsel zum damaligen Regional- ligisten Jahn Regensburg für ihn ein Glücksfall werden sollte.

In seiner ersten Saison bei den Bayern gelang der Aufstieg in die 3. Liga, ein Jahr später der Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Aktuell ist der Schlussmann ein Garant dafür, dass Regensburg nichts mit dem Abstieg zu tun hat. "Es läuft richtig gut - bei der Mannschaft und für mich persönlich", sagt Pentke. "Auch deshalb wird der Abschied wohl eine sehr emotionale Geschichte werden."

Liiert ist der Sachse seit fast fünfeinhalb Jahren mit Maura Visser. Vier Tage, nachdem ihr Freund und Vater der gemeinsamen Tochter seinen Abschied aus Regensburg bekanntgegeben hatte, verkündete die ehemalige niederländische Handballnationalspielerin ihre Vertragsverlängerung Bundesliga-Spitzenreiter SG Bietigheim - und die Spekulationen bekamen neue Nahrung. Bietigheim liegt mitten in Baden-Württemberg, Städte mit Fußball-Proficlubs wie Karlsruhe, Kaiserslautern, Stuttgart oder Heidenheim sind nicht weit entfernt. "Ist das so?", fragt Philipp Pentke nur, wenn er darauf angesprochen wird.

Auch Spekulationen über einen Wechsel in die Ehrendivison, die 1.Liga der Niederlande, lässt er an sich abprallen. Dass seine Freundin einmal in ihre Heimat zurückkehren möchte, ist aber ein offenes Geheimnis. Seiner eigenen Heimat stattet der Profi-Kicker ab und zu einen Besuch ab, so war er vor drei Wochen daheim in Freiberg und auch im Chemnitzer Stadion, wo er sich das Spiel seines alten Vereins gegen Budissa Bautzen anschaute. "Was beim CFC zuletzt passiert ist, war natürlich nicht so prickelnd", spielt er auf die Unruhen im Club an. "Der Verein braucht jetzt so etwas wie Aufstiegseuphorie. Denn die Saison läuft sportlich richtig gut - und das sollten die Jungs auf dem Platz auch feiern dürfen."

Seine Abschiedstour mit Jahn Regensburg dauert noch fünf Partien. "Wir wollen die Saison so gut wie möglich beenden", sagt Pentke. Und auch seiner Freundin drückt er die Daumen, dass es mit der Meisterschaft in der Handball-Bundesliga klappt. Seinen Beitrag dazu leistet er daheim. "Zum Spitzenspiel von Bietigheim beim Thüringer HC am vergangenen Samstag konnte ich leider nicht fahren", berichtet er. "Da hatte ich Kinderdienst."

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