Freiberger feiert in Kroatien seinen größten Erfolg am Netz

Tennisspieler Lars Hack hat beim Turnier in Umag den Titel mit seinem Doppelpartner geholt und dadurch in der Weltrangliste einen Riesensprung gemacht. In den kommenden Monaten möchte er weitere Punkte sammeln.

Freiberg.

Noch vor zwei Jahren hat Lars Hack aufgrund einer Schulterverletzung den Tennisschläger aus der Hand nehmen müssen und konnte über ein Jahr nicht spielen. Seit August 2017 geht es für den 39-Jährigen vom Freiberger HTC wieder aufwärts. Den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere erlebte er am vergangenen Wochenende. Beim Weltranglistenturnier im kroatischen Umag holte er sich gemeinsam mit seinem Doppelpartner Luca Serena den Titel in der Altersklasse 35.

"Für mich ist das der größte Erfolg meiner Karriere, denn dieses Turnier hatte einen höheren Stellenwert als eine Europameisterschaft", sagt der Tennisspieler. Auf der Anlage, auf der jährlich auch die Profis einen Turniersieger ausspielen - Rekordgewinner ist da der Spanier Carlos Moyá - hat es Lars Hack auf Anhieb gut gefallen. "Ich durfte fast alle Spiele auf den großen Plätzen bestreiten, wo auch die Fernsehkameras standen. Somit konnte meine Verwandtschaft die Spiele mitverfolgen."

Doch gerade in den Einzeln hatte Hack harte Nüsse zu knacken. Gegen die Nummer 1 seiner Altersklasse, Luca Serena und die Nummer 9, Evghenii Plugariov aus Moldawien, war sein Respekt zu hoch. "Meine Gegner haben da verdient gewonnen." Im dritten Einzel gegen den Rumänen Rares Trocan war mehr drin, aber durch einfache Fehler verlor Lars Hack am Ende mit 3:6 und 2:6. "Trotz der zu erwartenden Niederlagen konnte ich wieder viel dazulernen."

Der Doppelwettbewerb war für den Freiberger schon mit sehr viel mehr Druck verbunden. Hier spielte er mit der Nummer 1 Luca Serena zusammen, der ihn im Einzel schlug. "Wir haben uns 2015 kennengelernt und stehen seitdem auch in Kontakt", erinnert sich Hack. Durch seine Schulterverletzung vor zwei Jahren hätten die beiden im Doppel noch nicht zueinander gefunden, doch in Umag hat es nun geklappt. "Wir haben schon beim Wiedersehen in Karlsbad in diesem Jahr gesagt, dass wir dieses Turnier gemeinsam bestreiten wollen", so Hack. Aufgrund der eher spärlichen Teilnehmerzahl in seiner Altersklasse musste er mit Serena nur ein Match bestreiten, um ins Finale zu kommen. "Am Anfang wollte ich zu schnell die Punkte machen", sagt der Einzelunternehmer. "Luca hat mir dann gesagt, dass wir auf unsere Chancen bei den Ballwechseln warten sollen." Das gelang bravourös: Die beiden schlugen zunächst die Moldawier Rares Trocan und Igor Lelenco 6:1 und 6:4, im Finale wurde es gegen das zweite moldawische Doppel Evghenii Plugariov und Valeriu Mindru beim 6:0 und 6:1 noch deutlicher. "Da flog bei unseren Gegnern auch einmal der Schläger", sagt Hack schmunzelnd.

Sein Doppelpartner Luca Serena übernahm durch den Turniersieg wieder die Führung in der Weltrangliste im Doppel, Hack selbst machte einen großen Sprung von Platz 94 auf 47. Im Einzel ist er derzeit auf Position 149 gelistet. "Allerdings war ich da schon einmal auf Platz 31."

In Zukunft möchte Lars Hack weiterhin um Weltranglistenzähler kämpfen. "Ich muss allerdings viel spielen, um in einen Rhythmus zu kommen und um Punkte zu sammeln", sagt er. Darum erwägt er, im November eventuell eine Turnierreise nach Südamerika zu unternehmen. Im kommenden Jahr ist er dann in der Altersklasse 40 startberechtigt. "Dort will ich dann richtig angreifen und nehme auch die Weltmeisterschaft ins Visier", sagt er. Die erspielten Punkte aus seiner derzeitigen Altersklasse dürfte er dann sogar mitnehmen.

Beim Freiberger HTC geht es in den Wintermonaten in der Landesoberliga in der Halle weiter. Wo die Freiberger Männer im kommenden Jahr unter freiem Himmel spielen, ist dagegen noch nicht geklärt. Die Spieler haben ein Verbandsangebot, in der 30er-Regionalliga zu starten.

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