Freiberger stürmen an die Spitze

Die Fußballer des BSC haben zum Auftakt der neuen Saison in der Landesklasse Mitte den TuS Weinböhla mit 9:1 überrannt. Trotzdem halten alle den Ball weiter flach.

Freiberg.

In der 28. Minute schien es, als sollte der BSC Freiberg zum Saisonauftakt der Fußball-Landesklasse Mitte gegen den TuS Weinböhla seine Probleme bekommen. Zu diesem Zeitpunkt verletzte sich Patrick Löbel so schwer, dass er nicht weiterspielen konnte. Er wurde auf dem Rasen durch Robert Sypniewski ersetzt. Damit befand sich auf der Auswechselbank nur noch eine Person, nämlich Co-Trainer Swen Hennig. Zwar hatte der Coach vorsorglich seine Fußballschuhe angezogen, doch die Alternativen bezüglich der Spielerwechsel bewegten sich im Freiberger Lager damit auf einem überschaubaren Niveau.

Doch anstatt daraus ein Problem erwachsen zu lassen, handelten die BSC-Kicker auf dem Kunstrasen. Nach einer halben Stunde war es Tommy Gommlich, der das 1:0 erzielte. Danach sorgte Ronny Singer mit einem Doppelpack für den 3:0- Pausenstand und damit bereits für eine Vorentscheidung. Am Ende gewann der Vorjahresmeister der Staffel Mitte gegen den Elften der Vorsaison haushoch mit 9:1 und setzte sich bereits wieder an die Tabellenspitze.

Das Ergebnis geht auch in dieser Höhe in Ordnung, denn der BSC machte über die gesamte Spielzeit die Musik. Gommlich traf insgesamt zweimal, außerdem trugen sich Hans Rudolph, Rick Römmler und Patrice Göll in die Torschützenliste ein. Ronny Singer markierte in der Begegnung insgesamt vier Treffer. Eigentlich sei er ja etatmäßiger Verteidiger, sagte der 31-Jährige und schmunzelte. "In der Vergangenheit habe ich aber schon auf verschiedenen Positionen gespielt, auch im Angriff", so Singer. Aufgrund der angespannten Personalsituation wurde er nun wieder im Sturm aufgeboten. "Wir hatten einen klaren Plan, den wir konsequent durchgezogen haben. Es hat zwar etwas gedauert, bis wir in Schwung kamen, doch spätestens nach dem zweiten Tor hatten wir uns auf den Gegner eingestellt und immer wieder spielerische Lösungen parat", sagte der vierfache Torschütze, der aus Rochlitz stammt und schon für Döbeln sowie Freiberg in der Landesliga kickte.

Trotz der vier Tore sieht sich der Fan des FC Schalke 04 noch nicht bei 100 Prozent. "Ich konnte aus privaten Gründen zuletzt nicht voll trainieren. Jetzt muss ich daran arbeiten, dass mich der Trainer immer wieder aufstellen will." Er denke, dass das gesamte Team noch etwas Zeit braucht: "Wir sind erst am Anfang der Saison." Das Resultat wollte Singer nicht überbewerten. "Wir sollten weiter arbeiten und die Kirche im Dorf lassen."

Co-Trainer Swen Hennig weiß ebenfalls, dass dieser Aufgalopp in der Landesklasse Mitte kein Maßstab ist. "Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um den Gegner weich zu spielen." Erst als bei Weinböhla etwas die Ordnung verloren ging, konnten die Freiberger ihre Tore machen - "die aber durchweg schön herauskombiniert", lobte Hennig.

Auch er sieht seine Mannschaft noch nicht am Leistungszenit angekommen. Zudem sei es wichtig, dass die Verletzen bald zurückkommen. Am ersten Spieltag fehlten mit Krause, Otto, Berger und Voigt vier wichtige Akteure. Es bestehe aber Hoffnung, dass sich die Personalsituation in den kommenden Wochen entspannt, so der Co-Trainer. Am nächsten Samstag will Freiberg versuchen, Stahl Freital auswärts weich zu kochen.

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