Freiberger vereint ans Netz

Die Volleyballer des 1.VVF melden sich überraschend in der Sachsenklasse zurück. Möglich wurde das durch einen bisherigen Lokalrivalen.

Freiberg.

Bei den Freiberger Volleyballern gibt es heute Abend eine Premiere: 20 Uhr trifft das neuformierte Männerteam des 1. VV Freiberg in der Sporthalle am Schachtweg in einem Testspiel auf den Sachsenligisten SV St. Egidien - knapp drei Wochen vor dem Saisonstart eine echte Standortbestimmung. Die Freiberger weihen in dieser Partie zugleich ihre neuen Trikots ein, und für die meisten Spieler ist es außerdem das erste Match im neuen Verein: Im Sommer war die Männermannschaft des SV Pama Freiberg geschlossen zum 1. VVF gewechselt und hatte auch das Spielrecht für die Sachsenklasse mitgebracht.

Im vorigen Jahr hatte das Pama-Team als souveräner Bezirksmeister erstmals den Sprung in die Sachsenklasse West geschafft. Am Ende der Saison 2017/18 stand dort Platz 8 unter zehn Teams zu Buche, und mit 18Punkten hatten die Freiberger 12Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Der Klassenerhalt sei auch in der neuen Saison das Minimalziel, sagt Ivo Göhler, der 2.Vorsitzende des 1.VVF. Unterstützt wird das Team um Spielertrainer Mario Richter und Mannschaftsleiter Marcel Roth dabei von einigen Akteuren aus der bisherigen ersten VVF-Mannschaft (Vierter der Bezirksklasse). "Damit ist durchaus Potenzial für einen Mittelfeldplatz vorhanden", so Göhler.

Dass die Pama-Männer nun unter dem Dach des 1. VV Freiberg auf Punktejagd gehen, "darauf freuen sich alle", sagt der 40-jährige Funktionär und Trainer (C-Lizenz). Bislang standen nur die Damen des 1997 gegründeten Vereins in der zweithöchsten sächsischen Spielklasse am Netz, waren aber zuletzt 2016/17 wieder abgestiegen. Der männliche Bereich wird durch das Sachsenklasse-Team des SV Pama deutlich verstärkt, erklärt Göhler.

In der neuen Saison schickt der VVF nun drei Herrenmannschaften an den Start. Die zweite Vertretung will in der Bezirksklasse vorn mitspielen, die dritte Mannschaft schlägt in der Kreisunion Sächsische Schweiz auf. Dazu kommen zwei Nachwuchsteams (U 20/U 13). Bei den Damen stellt der 250 Mitglieder zählende VVF - einer der den größten Volleyballvereine in Sachsen - drei Mannschaften (Bezirksliga, Kreisklasse Mittelsachsen, Kreisunion Chemnitz) sowie fünf Jugendteams.

Ziel sei nach wie vor, "die Volleyball-Kräfte in Freiberg zu bündeln und die Sportart noch populärer zu machen", erklärt Ivo Göhler. Deshalb sei man über die Anfrage und die Entscheidung der Pama-Sportler natürlich erfreut gewesen. Bereits im Frühjahr war das Zusammengehen mit dem bisherigen Lokalrivalen unter Dach und Fach.

Hauptgrund für den Wechsel sei vor allem die personelle Situation beim SV Pama gewesen, sagt Daniel Kunze. Der 34-jährige Außenangreifer gehört zu den erfahrensten Spielern der Mannschaft, die sich lange vor allem aus Spielern der Bergakademie rekrutierte. Als kleiner Verein ohne Jugendarbeit sei man in der Sachsenklasse an die Grenzen gestoßen. Jetzt könne der Kader auch in der Breite wieder besser aufgestellt werden, so Kunze. Primär ging es beim Vereinswechsel "um den Erhalt des Spielrechts in der Sachsenklasse für eine Freiberger Mannschaft", betont der Routinier.

Die Saison in der Landesklasse West beginnt übrigens gleich mit einem Knaller: Am 15. September erwartet das neuformierte Freiberger Team in der Heubner-Sporthalle den Hennersdorfer SV zum Mittelsachsenderby. Zuletzt hatten die Hennersdorfer gleich beide Duelle gewonnen: 3:2 in Freiberg und 3:0 in eigener Halle.

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