Freude über halbe Bescherung

Im Spitzenspiel der 2. Kegel-Bundesliga hat der ATSV Freiberg einen Sieg knapp verpasst. Dennoch fällt die Jahresbilanz sehr positiv aus.

Freiberg.

Ihren Heimnimbus haben die Kegler des ATSV zumindest gewahrt: Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga Ost/Mitte trennten sich die Freiberger am 11. Spieltag von Spitzenreiter SK Markranstädt 4:4, sodass beide Teams weiterhin punktgleich die Tabelle anführen. Ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk habe man jedoch verpasst, so ATSV-Kapitän Michael Hahn. "Schade, heute war durchaus noch mehr drin", sagte der 35-Jährige. Markranstädt könne mit der Punkteteilung durchaus zufrieden sein, aus Freiberger Sicht sei das Remis etwas zu wenig, so Hahn. "Wir wollten gewinnen."

Die Freiberger holten sich zumindest vier der sechs Einzelduelle gegen den Primus, der im Hinspiel klar mit 6:2 die Oberhand behalten hatte. Doch in der Gesamtkegelzahl hatten die Rand-Leipziger hauchdünn die Nase vorn: 3386 zu 3383 hieß es hier für den SKMarkranstädt, der so zum 4:4 ausgleichen konnte. "Das war schon ärgerlich", so der Freiberger Teamchef.

Dabei hatte der ATSV einen Start nach Maß: Sowohl Ingolf Stein (3:1) als auch Robert Mehlhorn (3:1) gewannen ihre Duelle und verbuchten die ersten beiden Mannschaftspunkte auf das Freiberger Konto. Heiko Wüstling war dann aber gegen Sebastian Hartmann, der mit 620 Kegeln das Topergebnis des Tages spielte, chancenlos und büßte mehr als 70 Kegel ein. Andreas Göthling hatte dagegen nach drei Bahnen eine 2:1-Führung und 27 Kegel herausgeholt. Markranstädts Tobias Schröder nutzte jedoch eine kleine Schwäche und überflügelte den Freiberger noch um zwei Punkte. Statt der erhofften 3:1-Führung stand es so 2:2, wobei die Gäste aufgrund des starken Auftritts ihres Spitzenspielers relativ deutlich mit 68 Kegeln in Front lagen.

Die Gastgeber konnten jedoch zumindest die erste Heimniederlage seit mehr als drei Jahren verhindern. Michael Hahn und Michael Zimmer hielten ihre Kontrahenten auf Distanz. Kapitän Hahn gewann glatt mit 4:0 Sätzen, konnte jedoch nur 36 Kegel zur Aufholjagd beisteuern. Er habe sich einige Konzentrationsschwächen geleistet, ärgerte sich der Freiberger Teamchef. Zimmer, der es mit dem Ex-Freiberger Felix Wagner zu tun bekam, hatte auf der ersten Bahn Probleme, setzte sich aber mit 3:1 durch und fuhr den vierten Mannschaftspunkt für den ATSV ein. Allerdings fehlten am Ende vier Kegel, um auch die Gesamtwertung zu gewinnen.

Dennoch gehen die Freiberger mit 17:5 Punkten als Mit-Spitzenreiter ins neue Jahr, wo es am 12. Januar mit der Partie beim Tabellensechsten Mehltheuer weitergeht. "Eigentlich hatten wir uns im Sommer auf den Abstiegskampf eingerichtet", so Michael Hahn schmunzelnd. Die aktuelle Bilanz mit nur zwei Niederlagen sei überaus positiv. Der Kampf um den Staffelsieg ist dennoch kein Thema, da noch etliche schwere Auswärtsspiele warten, sagte der ATSV-Kapitän, der in der Rangliste der Liga als Sechster bester Freiberger ist (Schnitt: 609 Kegel). "Aber unter die ersten Drei wollen wir jetzt auf jeden Fall." (mit miha)

Statistik ATSV: Stein (562/3:1), Mehlhorn (547/3:1), Göthling (562/2:2), Wüstling (548/ 0:4), Hahn (587/4:0), Zimmer (577/3:1)

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