Furchtlos gegen den Favoriten

In der Sachsenliga empfangen die Mittweidaer Fußballer am Sonntag den FC Lößnitz. Nach den guten Spielen der vergangenen Wochen bauen die Mittelsachsen vor allem wieder auf die Stabilität ihrer Defensive.

Mittweida.

Schon kurz nach dem Abpfiff beim Sachsenliga-Auswärtsspiel in Taucha hat sich Silvio Grötzsch in der vergangenen Woche kämpferisch gegeben. "Der Punkt ist in Ordnung und nun müssen wir gegen Lößnitz nachwaschen", sagte der Kapitän von Germania Mittweida. Im zweiten Heimspiel des Jahres empfangen die Mittweidaer (13.Platz/18 Punkte) den FC Lößnitz (3./33).

"Wenn wir die Räume schön eng machen, können wir auch gegen Lößnitz bestehen", so Grötzsch. Und diese taktische Maßnahme dürfte den Mittweidaern auf dem Kunstrasen am Schwanenteich, auf dem die Partie angesetzt ist, etwas leichter fallen als auf einem größeren Rasenplatz. Schon der VfL Pirna-Copitz bekam die Mittweidaer Stärken vor zwei Wochen beim 2:1-Heimsieg der Germania zu spüren. "Dass wir wieder auf dem Kunstrasenplatz spielen, hat aber überhaupt nichts mit irgendwelchen Hintergedanken gegenüber Lößnitz zu tun", sagt der Mittweidaer Trainer Uwe Schneider. Vielmehr sei es so, dass die Stadt Mittweida den Rasenplatz im Stadion noch bis Monatsende gesperrt hat. "Es ist noch zu kalt, sodass noch kein Gras nachwächst", so Schneider, der optimistisch in die Partie gegen die Erzgebirger geht.

Denn die Formkurve zeigt mit den vier Punkten aus den vergangenen zwei Spielen bei seinem Team nach oben. "Wenn wir so auftreten wie in den vergangenen beiden Partien, dann können wir auch die Lößnitzer bis zum Schlusspfiff ärgern." Der Schlüssel zum Erfolg soll dabei natürlich wieder die kompakte Defensive sein. "Dafür müssen aber alle Mann mitarbeiten", so der Coach. Lößnitz ist für ihn der klare Favorit. "Sie haben Spieler in ihren Reihen, die mit ihrer individuellen Klasse weit über dem Ligaschnitt agieren." Gegen solche Gegner könne seine Mannschaft nur lernen und vielleicht auch an den Aufgaben wachsen, so der 58-Jährige. Dennoch ist die Partie ein Duell der Gegensätze. Während bei den Mittweidaern viele Spieler schon im Nachwuchs am Schwanenteich gekickt haben, bedienten sich die Lößnitzer vor allem beim großen Nachbarn Erzgebirge Aue. "Die Spieler aus dem Lößnitzer Kader aufzuzählen, die einst alle in Aue gespielt haben, würde eine Weile dauern", so Schneider, der im Mittelfeld auf jeden Fall eine Änderungen vornehmen muss. Abräumer Hannes Ryssel weilt im Urlaub, sodass eine Position im defensiven Zentrum noch vakant ist. "Ich muss mir noch überlegen, wer dann dort spielt. Aber egal wer zum Einsatz kommt, wir müssen die Aufgabe ohnehin wieder im Verbund lösen."

Fußball-Sachsenliga SV Germania Mittweida - FC Lößnitz So., 15 Uhr (Kunstrasenplatz am Schwanenteich)

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