Gäste strecken sich vergebens

In der Fußball-Kreisliga hat Penig zuhause Milkau ohne Mühe besiegt. Die Unioner sind dagegen kaum noch zu retten.

Penig.

Nach dem 6:0-Kantersieg der Peniger Kreisliga-Fußballer gegen den SV Union Milkau sind erstaunlicherweise beide Teams nicht zufrieden gewesen. Die Milkauer müssen sich nach der hohen Niederlage wohl mit dem Gedanken anfreunden, nächste Saison in der 1.Kreisklasse zu spielen. Auch die Peniger waren trotz des Kantersiegs nicht ganz glücklich.

"Das 6:0 ist eigentlich zu wenig, denn wir hätten mehr für das Torverhältnis rausholen können", sagte der Peniger Fußball-Abteilungsleiter Olaf Hübner, der einmal mehr als Linienrichter fungierte. In der Kreisliga gibt es keine Schiedsrichtergespanne, sodass der Heimverein die Assistenten stellen muss.

Unter anderem verschossen die Peniger beim Stand von 2:0 einen Elfmeter. Zusätzlich habe seine Elf manchmal zu eigensinnig gespielt und Kontermöglichkeiten unnötig vergeben, so Hübner. "Dass wir dann noch vier Tore erzielt haben, hatte auch viel mit der fehlenden Gegenwehr unserer Gäste zu tun." Es gelte, sich auf diesem Sieg nicht auszuruhen. Auch wenn man keine Ambitionen auf die Meisterschaft habe, könnten mit einer konzentrierteren Spielweise schon wesentlich mehr Punkte auf dem Konto der Peniger stehen. "In den Spielen, in denen die Linie des Trainers eingehalten wurde, ist oft etwas Zählbares für uns herausgesprungen", so Hübner. Penig rangiert als ehemaliger Mittelsachsenligist auf Platz 6 der Kreisliga.

Die Milkauer gingen in der vergangenen Saison noch in der Mittelsachsenliga auf Punktejagd, stiegen aber sportlich ab. Die Unioner verzichteten im Anschluss auf die Mittelsachsenklasse und wurden in der Kreisliga eingegliedert. Auch dieses Gastspiel scheint von kurzer Dauer zu sein. Nach der Niederlage in Penig hat das Team zwei Spieltage vor Schluss sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, ein erneuter Abstieg ist wohl unvermeidlich. "Bis auf ein paar gute Aktionen hier und da sind wir eingebrochen", sagt der Milkauer Fußball-Abteilungsleiter Falk Tokarski zur 0:6-Schlappe in Penig. Tokarski ist auch noch auf dem Feld aktiv und hat den Rückzug von der Mittelsachsenliga direkt in die Kreisliga miterlebt. "Da uns viele gute Spieler verlassen haben, war es klar, dass es nicht einfach wird. Aber aktuell läuft es wirklich richtig mies." Was ein Abstieg bedeuten würde, will sich Tokarski nicht ausmalen. "Milkau hat einen guten Fußballverein verdient." (mit rosd)

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