Germania geht an die Grenzen

Nach einer kräftezehrenden Trainingswoche haben die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida im Test beim TSV Germania Chemnitz ein 1:1 erkämpft. Lediglich mit der Chancenverwertung war der Trainer unzufrieden.

Mittweida.

Die Landesliga-Fußballer des SV Germania Mittweida sind gestern wahrlich nicht zu beneiden gewesen. Nach drei knackigen Trainingseinheiten in der Sommerhitze unter der Woche schwitzten die Männer von Uwe Schneider auch am Sonntag noch einmal ordentlich. Beim 1:1 (1:0)-Unentschieden bei Landesklasse-Vertreter Germania Chemnitz präsentierte sich der Sachsenligist ordentlich - auch wenn die Spieler nach dem Schlusspfiff nur noch schnell unter die Dusche wollten.

"Natürlich haben die Einheiten aus der Woche geschlaucht", sagte Mittweidas Kapitän Silvio Grötzsch. Er war es auch, der seine Mannschaft nach zwölf Minuten in Führung brachte: Nach einem langen Pass von Neuzugang Christoph Antal ließ sich Grötzsch an der Strafraumgrenze die Chance nicht entgehen und traf zum 1:0. Danach blieb die Partie zwar intensiv, Torchancen waren jedoch Mangelware. Mittweida stand wie gewohnt tief und setzte auf die Konter. Bei diesen fehlte allerdings meist die nötige Präzision.

"Dennoch war das ein sehr guter Test gegen einen starken Gegner", lobte der Mittweidaer Trainer Uwe Schneider. "Ich bin heute nicht davon ausgegangen, dass wir hier den Chemnitzern den Schneid abkaufen." Am Freitag hatte er sein Team nochmals 8,5 Kilometer laufen lassen, im Anschluss gab es noch einen Kraftkreis. Mit dem Spiel gestern schloss Schneider aber die Grundlagenausdauer in der Vorbereitung ab, nun soll an der Schnellkraft gearbeitet werden.

Während sich der Germania-Trainer mit dem Stand der Vorbereitung zufrieden zeigt, war er es speziell mit der Chancenverwertung in der 2. Halbzeit gestern überhaupt nicht. "Wir haben unter anderem zwei Freistöße in Strafraumnähe bekommen. Diese müssen zumindest aufs Tor fliegen", kritisierte Schneider. Doch sowohl Grötzsch als auch Felix Ebert zirkelten die beiden Standards über die Latte.

Die größte Möglichkeit zum Sieg hatten zwei junge Spieler: Philipp Krasselt lief zehn Minuten vor dem Ende allein auf den Chemnitzer Torwart zu und legte quer für Tobias Grau. Doch dieser brachte den Ball nicht am Schlussmann vorbei. "Da ist ihm scheinbar das Herz ein wenig in die Hose gerutscht", mutmaßte sein Trainer.

Dass es für die Mittweidaer in ihrem dritten Testspiel nicht für den zweiten Sieg reichte, lag an mangelnder Kommunikation in der Abwehr: Nach einem langen Ball wollte Innenverteidiger Andreas Hönig zurück auf Torwart Nico Kaiser köpfen. Dieser war aber schon aus seinem Tor herausgeeilt und hatte nach der Rückgabe keine Chance, den Ausgleich zu verhindern. "Das Gegentor ist kein Problem. Solche Dinge passieren ", sagte Schneider.

Seine Mannschaft trainiert in dieser Woche intensiv weiter. Am kommenden Sonntag gastiert die Germania dann beim TV Oberfrohna. Dieses Team war im Juni Vizemeister in der Kreisoberliga Westsachsen geworden.

Statistik Mittweida: Kaiser, Richter, Antal, Salim, K. Frieden, Ebert, Grötzsch, Hönig, Ryssel, Krasselt, Grau; Wilsdorf, Kuhl, Hahn, Götze

Tore: 0:1 Grötzsch (12.), 1:1 Hönig (62./ET) - SR: Schröder (Chemnitz)

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