Germania landet nächsten Auswärtssieg

Die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida haben bei Stahl Riesa mit 2:1 gewonnen. Allerdings gab es für die Mannschaft auch eine Hiobsbotschaft.

Mittweida.

Auf fremden Plätzen läuft es für die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida. Am Samstag gewannen die Mittelsachsen auch ihr zweites Auswärtsspiel des Jahres bei Stahl Riesa mit 2:1 (2:1). Damit die Mannschaft von Trainer Uwe Schneider ihren Platz im oberen Mittelfeld und ist nun mit 28 Punkten Vierter.

"Es war ein nicht unverdienter Sieg, der allerdings auf Messers Schneide stand", sagte Schneider. "Wir wussten, dass Riesa alles in diese Partie hineinwerfen und aggressiv zu Werke gehen wird, aber insgesamt haben wir das gut gelöst."

An der Elbe entwickelte sich von Beginn an eine muntere Partie. Die Mittweidaer versuchten von Beginn an, mit frühem Pressing zu schnellen Ballgewinnen zu kommen. Zwei gute Chancen sprangen dabei heraus, doch diese konnte Germania nicht nutzen. Dagegen zeigten sich die Gastgeber zunächst effektiver: Nach einem Foul im Strafraum bot sich dem Riesaer André Köhler in der 8. Minute vom Elfmeterpunkt die Chance zur Führung. Er nutzte diese und brachte das Schlusslicht der Landesliga in Front.

"Danach haben wir zehn Minuten gebraucht, um wieder ins Spiel zu finden", sagte Schneider. In dieser Zeit hätten die Riesaer sogar auf 2:0 stellen können, doch sie vergaben diese Möglichkeit. Danach übernahmen die Mittweidaer wieder die Initiative und übten viel Druck aus. Diese Bemühungen wurden in der 20. Minute belohnt: Mit einem unhaltbaren Schuss aus 14 Metern erzielte Hannes Ryssel den Ausgleich. "Ihn würde ich trotz einer geschlossenen Mannschaftsleistung herausheben - und das nicht nur aufgrund seines Tores", lobte Schneider. Ryssel habe jedes Kopfballduell für sich entschieden und sei seit Jahren eine Konstante bei Germania.

Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich hätten die Mittweidaer sogar in Führung gehen können. Felix Ebert war auf und davon, sein Schuss landete aber nur am Innenpfosten. Kevin Friedens wurde dann bei seinem Versuch, den Ball ins Tor abzustauben, von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß von Roy Blankenburg hielt der Riesaer Torwart Alexander Goldammer.

"Das hat die Mannschaft aber gut weggesteckt", sagte Schneider. Und in der 41. Minute belohnte sich die Gäste dann auch: Andreas Hönig, den Schneider für den erkrankten Markus Pietsch als Rechtsverteidiger aufbot, jagte den Ball volley ins lange Eck.

In der Pause war Schneider dann aber zum Wechseln gezwungen. Felix Hennig musste mit einem Cut über dem Auge ins Krankenhaus. "Dieser wurde mit sieben Stichen genäht, aber er konnte abends wieder nach Hause", so der Germania- Trainer. Die Mittweidaer ließen in der 2. Halbzeit einige Konterchancen liegen, trafen unter anderem zweimal das Aluminium. So wurde es in der Schlussphase noch einmal eng: Doch Maik Ebersbach parierte in der 88. Minute glänzend, und in der Nachspielzeit segelte eine letzte Riesaer Flanke an Freund und Feind vorbei. "Ich hoffe, dass die Mannschaft nun auch im nächsten Heimspiel an die Auswärtsleistungen anknüpfen kann, denn das haben sich unsere Fans verdient", sagte Schneider. Am kommenden Sonntag gastiert mit Handwerk Rabenstein ein Aufsteiger in Mittweida, der aktuell mit 17 Punkten auf Platz 12 rangiert.

StatistikMittweida: Ebersbach - Hönig, Kuhl, Stier, Weinert - Ebert (87. Hahn), Frieden, Ryssel, Hennig (46. Heinrich), Blankenburg, Grau (78. Stöcker)

Tore: 1:0 Köhler (8./FE), 1:1 Ryssel (20.), 1:2 Hönig (41.) - SR: Gärtner (Dresden) - Zuschauer: 225 - Bes. Vorkommnis: Goldammer hält Foulelfmeter von Blankenburg (25.)


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