Germania mit Auftakt nach Maß

Die Mittweidaer Fußballer haben ihr erstes Spiel in der neuen Sachsenliga- Saison beim VfL Pirna-Copitz überraschend mit 2:1 (2:1) gewonnen. Allerdings gab es auch zwei Wermutstropfen.

Mittweida.

Das ist ein Auftakt nach Maß gewesen, mit dem beim SV Germania niemand gerechnet hat: Die Mittweidaer Sachsenliga-Fußballer haben ihr erstes Saisonspiel am Samstag beim VfL Pirna-Copitz mit 2:1 (2:1) gewonnen. Es ist das erste Mal, dass die Mittweidaer von der Elbe etwas Zählbares mit an die Zschopau nehmen.

"Wir konnten wirklich nicht davon ausgehen, dass wir nach unserer Vorbereitung und einem sehr kleinem Kader dort so gut bestehen", freute sich Germania-Trainer Uwe Schneider. "Aber wie die Jungs das gemacht haben, das war schon sehr gut. Meiner Meinung nach geht der Sieg am Ende in Ordnung."

Dabei verschliefen die Mittweidaer jedoch die Anfangsphase. Schon nach drei Minuten zappelte der Ball im Tor von Maik Ebersbach, nachdem der Pirnaer Scholz den Ball nach einer Flanke über die Linie gedrückt hatte. Fünf Minuten später bot sich den Gastgebern sogar die Möglichkeit zum zweiten Treffer, doch hier rettete der Pfosten für Germania. Diese Situation war für Schneiders Team aber ein Weckruf. "Danach haben wir es sehr gut gemacht und keine Großchance mehr zugelassen", so der Coach.

Im Gegenteil: Die Mittweidaer wurden mutiger in der Offensive und belohnten sich nach 32 Minuten: Hannes Ryssel erzielte im Nachsetzen den Ausgleich für die Mittelsachsen. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und war vor allem im Kopfballspiel unbezwingbar", lobte Schneider seinen Mittelfeldspieler, den er kurz vor der Halbzeitpause aber auf die Position des linken Verteidigers stellen musste. Bei Franz Weinert brach die alte Knöchelverletzung wieder auf, sodass die Mittweidaer in der 42. Minute umstellen mussten. Doch dem Offensivdrang der Gäste tat dies keinen Abbruch. Der für Weinert eingewechselte Tobias Grau brachte Mittweida in der 45. Minute in Führung, nachdem zuvor Roy Blankenburg den Ball eroberte und Grau auf die Reise geschickt hatte.

"In der zweiten Halbzeit haben wir natürlich druckvolle Pirnaer erwartet, aber die ganz großen Chancen haben wir nicht mehr zugelassen", sagte Schneider. Einige Fernschüsse waren leichte Beute für Germania-Torwart Maik Ebersbach. Auf der Gegenseite ließen die Mittweidaer dagegen einige Konterchancen ungenutzt. Vor allem Felix Ebert scheiterte mehrfach. Doch Germania verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Ende.

Aber bei den Mittweidaern gab es noch einen zweiten Wermutstropfen im Freudenbecher: Germania Kapitän Philipp Rauthe musste angeschlagen ausgewechselt werden. "Ich hoffe, dass es bei Franz und Philipp nichts Schlimmes ist und beide im Lauf der Woche wieder ins Training einsteigen können", so Uwe Schneider. Der Coach will den Sieg an der Elbe nicht überbewerten. "Wir haben ihn sachlich hingenommen, weil wir wissen, dass man die Liga erst nach fünf, sechs Spieltagen so richtig einschätzen kann." Am Sonntag steht für die Mittweidaer das erste Heimspiel auf dem Programm. Gegner ist dann wie im Vorjahr Stahl Riesa. In der 2.Runde des Sachsenpokals müssen die Mittweidaer erneut auf Reisen: In drei Wochen geht es zur SG Weixdorf (Landesklasse Ost).

Statistik Germania Mittweida: Ebersbach - Antal, Kuhl, Rauthe, Weinert (42.Grau) - Ryssel, Rauthe (77. Hahn) - Ebert, K. Frieden, Heinrich (64. Krasselt) - Blankenburg

Tore: 1:0 Scholz (3.), 1:1 Ryssel (32.), 1:2 Grau (44.) - Schiedsrichter: Seib (Holtendorf) - Zuschauer: 140

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