Germania will Weichen stellen

Die Landesliga-Fußballer aus Mittweida haben am Sonntag gegen Eintracht Niesky die große Chance, sich deutlich von den Abstiegsrängen abzusetzen. An diesem Freitag blickt der gesamte Verein schon in die Zukunft.

Mittweida.

Bevor am Sonntag die Fußballer von Germania Mittweida um Punkte in ihren unterschiedlichen Ligen kämpfen, steht für sie ein anderer Termin auf dem Plan. Bei der Jahreshauptversammlung an diesem Freitag blicken die Mitglieder zurück und voraus. "Wir freuen uns auf neue Anregungen sowie einige Diskussionen rund um den Verein", sagt Germania-Präsident Harald Kaehs, der dem Klub seit 2003 vorsteht und weitermachen will. Der Verein hat 258 Mitglieder in drei Sparten (Frauensport, Boxen, Fußball).

Die Landesliga-Fußballer von Germania (11. Platz/21 Punkte) haben sich in den vergangenen drei Partien sehr effektiv gezeigt. Mit sieben Punkten befreiten sich die Mittweidaer aus der Abstiegszone und haben sogar fünf Punkte Vorsprung herausgearbeitet. Am Sonntag reist der FV Eintracht Niesky (7./30) an den Schwanenteich an. "Auch diese Mannschaft hat einen guten Lauf", so Kaehs. Im Hinspiel sah er in Ostsachsen den ersten und bisher einzigen Auswärtssieg seiner Mittweidaer Fußballer in der Landesliga. Germania gewann mit 2:1, wobei die Lausitzer viele hochkarätige Chancen liegen ließen. "Wir haben einen echten Hammer vor der Brust." In dieser Saison trafen die beiden Teams schon zweimal aufeinander. Zwei Wochen nach dem Punktspiel ging Mittweida in Niesky im Landespokal mit 1:6 unter.

Diese zwei Begegnungen in der Lausitz haben für Germania-Trainer Uwe Schneider allerdings keine Relevanz. "Seitdem sie zuhause gegen uns verloren haben, ging es bei ihnen stetig nach oben", sagt der Coach, der den Gästen auch die klare Favoritenrolle zuschiebt. "Niesky ist ein ähnliches Kaliber wie zuletzt Lößnitz oder Pirna-Copitz." Den Blick auf die Tabellenkonstellation möchte Schneider seinen Jungs aber ersparen. "Sie sollen einfach weiter kämpfen und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt." Schön wäre es jedoch, wenn seine Mannschaft ihre kleine Serie von drei Pflichtspielen ohne Niederlage weiter ausbauen könnte. "Ich persönlich gehe mit einem guten Gefühl in das Spiel", so Schneider. Vor allem, weil es für die Mittweidaer vor heimischer Kulisse in dieser Saison gut läuft: 17 ihrer 21Zähler erkämpfte Germania zuhause. "Eine Luftpumpenmannschaft sind wir da nicht."

Dennoch gehen die Mittweidaer Fußballer nicht ohne Sorgen in die Partie. Da Mohanad Salim gesperrt und Christian Kuhl verletzt sind, rücken Andreas Hönig und Philipp Rauthe in die Innenverteidigung. Beide hatten beim Spiel gegen Lößnitz (2:1) im zentralen Mittelfeld agiert und bildeten in der Hinrunde das Verteidigerpaar. Außerdem wird die Partie auf dem Rasenplatz ausgetragen. "Und das muss für uns kein Vorteil sein, da wir in diesem Jahr bisher nur auf dem Kunstrasen trainiert haben", so der Coach.

Fußball-Sachsenliga So., 15 Uhr: SV Germania Mittweida - FV Eintracht Niesky (Stadion am Schwanenteich)

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