Gipfeltreffen im Erzgebirge

Am 23. Spieltag der Fußball-Mittelsachsenliga treffen Spitzenreiter Großwaltersdorf und Verfolger Lichtenberg aufeinander. Beide Teams haben dabei personelle Probleme.

Großwaltersdorf/Lichtenberg.

Der Sportplatz von Großwaltersdorf liegt 500 Meter über dem Meeresspiegel. Obwohl dieser geografische Parameter klar aussagt, dass die Sportstätte nicht im Hochgebirge liegt, kommt es am Sonntag dort zu einem Gipfeltreffen. Denn mit dem TSV Großwaltersdorf/Eppendorf empfängt der Spitzenreiter der Fußball-Mittelsachsenliga den unmittelbaren Verfolger SV Lichtenberg.

Derzeit haben die Gastgeber (58Punkte) einen Zähler Vorsprung, wobei der SVL eine Begegnung weniger ausgetragen hat. "Nach dem Spiel soll dieser Vorsprung Bestand haben - oder idealerweise um drei Punkte ansteigen", sagt TSV-Trainer Robert Hohlfeld, der also ein Remis als Minimalziel ausgegeben hat. Beide Mannschaften hätten viel Respekt voreinander, oft ging es knapp aus. "Auch jetzt wird die Tagesform entscheiden", sagt Hohlfeld. Er muss weiterhin auf den verletzten Robin Lenke verzichten und abwarten, ob die angeschlagenen Sandro Faßke und Kevin Lorenz fit werden. In Sachen Aufstieg hat der Verein erklärt, sein Recht nicht wahrzunehmen. "Aber um die Meisterschaft werden wir bis zum Schluss kämpfen."

Die Lichtenberger hingegen wollen in der kommenden Saison in der Landesklasse auflaufen. "Wir haben uns dem Aufstiegsrennen gestellt", sagt Trainer Manuel Kluge. Allerdings müssen seine Schützlinge am Sonntag erst einmal den Tabellenführer vom Thron stürzen. Das wird aus Sicht von Kluge alles andere als leicht. "Ich sehe uns in Großwaltersdorf als Außenseiter", so der SVL-Übungsleiter, dem insgesamt vier verletzte Stammkräfte fehlen.

Dabei hat Kluge noch Glück: Sebastian Schneider und Swen Häuser, die beim 1:1 in Rochlitz vor zwei Wochen des Feldes verwiesen wurden, bekamen nur ein Spiel Sperre. Ein weiteres wurde zur Bewährung ausgesetzt. Somit sind sie am Sonntag dabei. "Die Zuschauer werden auf jeden Fall eine Lichtenberger Mannschaft erleben, die alles raushaut. Es soll das Team gewinnen, das den besseren Fußball spielt", sagt Kluge. Das Hinspiel hatte der SVL mit 3:2 für sich entschieden.

Thomas Pretschner, der Geschäftsführer des Fußball-Kreisverbandes Mittelsachsen, teilte mit, dass neben Großwaltersdorf auch Fortuna Langenau erklärt hat, nicht aufsteigen zu wollen. "Belegt Lichtenberg in der Abschlusstabelle einen der ersten drei Plätze, können und müssen sie aufsteigen", sagt der Funktionär.

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