Großer Jubel: Peniger sichert sich seinen vierten Meistertitel

Beim Finale zur Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft hat Edward Hübner in der Klasse E2 die Gesamtwertung gewonnen. Dabei lief es für ihn bei den Prüfungen im Erzgebirge aber sehr bescheiden.

Penig.

Das Enduro-Rennen "Rund um Zschopau" hat in der Szene seit jeher einen enorm hohen Stellenwert. Bei den Fahrern genau so wie bei den Fans, die am Wochenende wieder zahlreich an die Strecke gepilgert waren, um die wagemutigen Zweirad-Artisten bei der Zeitenjagd durchs Gelände zu bewundern. Nachdem im letzten Jahr sogar das WM-Finale in der Motorrad-Stadt ausgetragen wurde, rückte diesmal wieder die Internationale Deutsche Enduro-Meisterschaft in den Vordergrund. Bis auf den Titel in der Klasse E3 waren noch alle Entscheidungen offen. In der E2 nahm Edward Hübner den Finallauf als Führender, mit 15 Punkten Vorsprung, in Angriff.

"Kein schlechtes Polster, dennoch kann viel passieren, vor allem hier in Zschopau", zeigte sich der 30-Jährige vor dem Start nur vorsichtig optimistisch. Wie schnell eine kleine Unachtsamkeit verheerende Folgen haben kann, weiß er aus eigener Erfahrung nur zu gut. "Ich möchte kein unnötiges Risiko eingehen, der Titelgewinn hat oberste Priorität", lautete seine Marschroute, die er bereits beim vorabendlichen Prolog mit einer zügigen und sicheren Fahrt souverän umsetzen konnte.

Der eigentliche Wettkampftag war mit einer Gesamtfahrzeit von knapp acht Stunden wieder ein extrem langer. Drei Runden mit einer Länge von 85 Kilometern und vier verschiedenen Sonderprüfungen galt es zu absolvieren. Dazu immer wieder kräftezehrende Streckenpunkte, wie das Börnichener Schlammloch, welches auch dieses Jahr wieder viele Fans anlockte. Die Geländefahrt endete schließlich dort, wo sie begonnen hatte, direkt vor dem Zschopauer Rathaus im Herzen der Stadt. Als kurz vor 16Uhr die ersten Fahrer der DEM-Klassen eintrafen, war auch Edward Hübner dabei. Die Sektkorken knallten, er hatte es tatsächlich geschafft und wurde von seiner Familie und Freunden mit einer standesgemäßen Sektdusche stürmisch begrüßt. "Ich bin überglücklich", sprudelte es aus dem frischgebackenen Meister heraus, "vor allem nach so einem Tag, der für mich einfach nur bescheiden war", so Hübner.

"Ich war total aufgeregt, viel zu nervös und ständig geisterte mir im Kopf herum, was noch alles passieren könnte. Ich bin einfach nur froh, dass der Tag vorbei ist und ich den Titel holen konnte." In sein Rennen schlichen sich viele kleine Fehler ein, am Ende wurde er Fünfter. Die Platzierung reichte zum Titelgewinn, da sein ärgster Kontrahent Tilman Krause aufgrund einer Schulterverletzung in Zschopau nicht antreten konnte. Für Hübner ist es die vierte gewonnene deutsche Meisterschaft seiner Karriere und zweifellos eine ganz spezielle. "Mein erster Titel kam damals sehr überraschend, der zweite war richtig gut und verdient, beim dritten war die Euphorie jedoch schon ein wenig weg", so der Peniger über seinen Hattrick aus den Jahren 2013 bis 2015. "Aber dieser jetzt, ist etwas ganz anderes. Nach meiner schweren Fußverletzung und dem langen und entbehrungsreichen Weg zurück, es tatsächlich noch einmal bis ganz an die Spitze geschafft zu haben, ist unbeschreiblich", zeigte sich der Peniger emotional, ohne dabei seine Freundin Claudia, seine Familie, seine engsten Vertrauten und Unterstützer zu vergessen: "Danke an alle, die auch in der schweren Zeit immer hinter mir standen und mich mit viel Herzblut so grandios unterstützt haben."

Neben Hübner konnte auch Luca Fischeder über seinen fast perfekten Saisonabschluss strahlen. Das Geringswalder Nachwuchstalent belegte in der Junioren-Kategorie den zweiten Rang, verfehlte den Sieg aber nur um siebeneinhalb Sekunden. "Schade, dass ich den Sieg so knapp verpasste habe. Ein Sturz in der letzten Runde kostete mich die entscheidenden Sekunden", sagte der Youngster. "Dennoch bin ich mit meinem Saisonabschluss zufrieden. Es war eine richtig schöne Geländefahrt und es hat mir extrem viel Spaß gemacht", so der Sherco-Fahrer über seine zweite "Rund um Zschopau"-Teilnahme.

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