Gute Laune und spannende Spiele

Beim 23. Hallenfußball-turnier der Stadt Freiberg hat Vorjahressieger Waldenburg erneut den Pokal entführt.

Freiberg.

Auch wenn seine Mannschaft am Ende nicht mehr um die vorderen Plätze mitspielte, freute sich Jan Seifert, erneut dabei gewesen zu sein. Der ehemalige Bundes-ligaprofi (SC Freiburg, SpVgg Unterhaching, Dynamo Dresden), der aus Brand-Erbisdorf stammt, zeigte, dass er das Fußballspielen längst nicht verlernt hat. Auch 13 Jahre nach seiner aktiven Spielerkarriere fütterte er seine Mitspieler mit schönen Pässen in die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr. "Es hat wieder großen Spaß gemacht", sagte der 50-Jährige. Letztlich belegte sein Team vom Ingenieurbüro Phase 10 um Firmenchef Ronny Erfurt den 7.Platz. "Ich kenne Ronny schon viele Jahre und musste nicht lange überlegen, als erneut die Einladung kam." Mittlerweile leitet Seifert das Nachwuchsleistungszentrum von Zweitligist Dynamo Dresden.

Insgesamt nahmen zehn Mannschaften aus Freiberger Partnerstädten und von verschiedenen Firmen am diesjährigen Turnier um den Pokal des Oberbürgermeisters in der Heubner-Halle teil. Für internationales Flair sorgten die Teams aus Delft (Niederlande), Pribram (Tschechien) und Walbrzych (Polen). Die Mannschaft aus Pribram hatte die vier Stunden Anreise zum sechsten Mal auf sich genommen. "Es geht vor allem darum Spaß zu haben, eine schöne Zeit hier zu verbringen - und ein bisschen auch um Sport", lachte Peter Machaceq (47). Am Ende landete sein Team auf dem 10. und damit letzten Platz - was aber keinem die Laune verdarb.

Sportlich deutlich besser lief es für das Team aus dem polnischen Waldenburg. Der Titelverteidiger gewann auch in diesem Jahr und holte sich bereits zum fünften Mal den Pokal. Nachdem sie in der Gruppenphase aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter der Stadtverwaltung Freiberg landeten, trafen beide Teams im Finale erneut aufeinander. Diesmal wendete sich das Blatt, Walbrzych siegte knapp mit 2:1. "Wir kommen immer mit einem sehr guten Gefühl nach Freiberg. Das Niveau war wieder super, deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir uns durchsetzen konnten", sagte Daniel Gandera (36). Mit dem Pokal im Gepäck seien die drei Stunden Rückfahrt viel erträglicher.

Auch der Organisator des Turniers, Holger Reuter (62), war zufrieden. "Als das Turnier 1996 ins Leben gerufen wurde, habe ich selbst noch mitgespielt. Heute reicht es mir, das Ganze am Spielfeldrand anzuschauen", erzählte der Freiberger Baubürgermeister. Das Turnier diene der Stärkung der Städtepartnerschaften, und natürlich soll der sportliche Wettkampf nicht zu kurz kommen. "Der Spaß muss hierbei aber immer im Vordergrund stehen."

So kam es auch. Am Ende gewannen die Polen verdient und feierten zusammen mit den anderen Teams beim kleinen abendlichen Empfang in der Rathausdiele.

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