Hainichener hat einen Plan

Schachspieler Norbert Molzahn vom SVMotor hat beim Senioren-Welt-pokal im Fernschach die Zwischenrunde erreicht - ohne eine Niederlage. Dabei bot er auch einem Großmeister Paroli.

Hainichen.

Während es für die Schachspieler des SV Motor Hainichen in dieser Saison in der Landesklasse weniger gut läuft, hat der Hainichener Spieler Norbert Molzahn bei einem anderen Wettbewerb eine glänzende Bilanz aufzuweisen. Er steht in der Zwischenrunde des Senioren-Weltpokals im Fernschach und blieb dabei in zehn Spielen ungeschlagen.

Fünf Siege und fünf Unentschieden verbuchte Molzahn in der Vorrunde gegen seine Gegner, die unter anderem aus Tschechien, Argentinien, der USA und Litauen kamen. Ab Juni startet der Mittelsachse nun als Zweiter seiner Gruppe in der Zwischenrunde. Sogar gegen Großmeister Ludvik Pospisil erreichte der Chemnitzer, der seit 15 Jahren für Motor Hainichen an den Brettern sitzt, ein Remis. "Er hatte es mir angeboten, und das ging letztlich auch in Ordnung", erzählt Molzahn. Der 65-Jährige spielt dabei bis zu 30 Fernschach-Partien gleichzeitig und liegt auch einem anderen Weltpokal-Turnier derzeit gut im Rennen. Auf nationaler Ebene misst er sich am Computer mit anderen Schachspielern.

Die Regularien sind dabei anders als beim Nahschach. "Ich habe bei den Turnieren für einen Zug einen Monat Zeit. Wenn man diese Zeit aber überschreitet, verliert man die Partie automatisch", erklärt Norbert Molzahn. Doch soviel Zeit braucht er nie. "Ich versuche, meinen Gegnern innerhalb von zwei Tagen eine Antwort zu geben. Viele nutzen aber auch die verschiedenen Computerprogramme und überlegen dann lange, welchen Zug sie als nächstes unternehmen", sagt Molzahn. Er tut dies auch, entwickelt vorher aber gedanklich einen Plan, wie er seinen Kontrahenten schlagen will. "Wenn mein Plan mit dem Computerprogramm übereinstimmt, muss ich nicht mehr lange überlegen."

In der Landesklasse läuft es dagegen für Molzahn in dieser Saison gar nicht. "Zuletzt hatte ich fünf große Chancen, meine Partie zu gewinnen. Doch bei sechs Stunden Spielzeit lässt die Konzentration irgendwann nach und die meist jüngeren Gegner gewinnen dann gegen mich." Fünf Niederlagen in einer Serie musste er noch nie einstecken. Doch dafür läuft es am Computer umso besser.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...