Heißer Tanz in Langenau

Im Nachholspiel der Fußball-Mittelsachsenliga hat Langenau den Oederaner SC mit 3:2 bezwungen. Mit verantwortlich dafür war der verletzte Kapitän.

Langenau/Oederan.

Für die Fußballer des SV Fortuna Langenau hat sich das Nachsitzen gelohnt. Der Vorjahresfünfte der Mittelsachsenliga gewann gestern Nachmittag das Nachholspiel gegen den Oederaner SC knapp mit 3:2 (1:1) und rückte nach dem vierten Saisonsieg auf Rang 3 der Tabelle (13 Punkte) vor. Damit haben die Langenauer nach dem 3:0 bei Meister TSV Flöha am Sonntag nun auch den amtierenden Kreispokalsieger bezwungen.

"Großes Lob an die Mannschaft. Sie hat die taktische Marschroute sehr gut umgesetzt", freut sich Philipp Musch. Der noch verletzte Kapitän der Fortuna hatte Trainer Matthias Zänker (Urlaub) an der Seitenlinie vertreten. Tief stehen und den Gegner zu langen Bällen zwingen, war das Konzept. "Das hat zu großen Teilen prima geklappt." Er sei sehr froh über diesen knappen Sieg, "der aber nicht unverdient war", so der 24-Jährige. Musch muss seit Februar aufgrund eines Außenmeniskusrisses verletzt zuschauen, hofft aber, zum Ende der Hinrunde wieder voll einsteigen zu können.

Den besseren Start vor der stolzen Kulisse von 151 Zuschauern auf dem Langenauer Sportplatz hatte aber der OSC. Kurt Reichelt brachte die Gäste nach 14 Minuten Führung. "Wir haben gut begonnen, und auch die 1. Halbzeit insgesamt geht in Ordnung", sagt Oederans Trainer Steffen Günther. Dem Ausgleich habe man aber mit einem unnötigen Ballverlust Vorschub geleistet. Neuzugang Jeremy Myjacz, der von Postschänke Burkersdorf aus der Mittelsachsenklasse kam, nutzte den Patzer zum 1:1 (23.). Es war sein erster Treffer im Fortuna-Trikot.

Dabei blieb es bis zur Pause. Nach Wiederbeginn gaben die Gastgeber dann Gas. Torjäger Patrick Thiele sorgte mit seinen Saisontoren drei und vier für eine Vorentscheidung (49., 65.). "In den ersten 20 Minuten nach der Pause waren wir komplett eingenickt", ärgert sich OSC-Trainer Günther. In dieser Phase habe man die Partie verloren. Zwar kamen die Gäste durch Florian Irmscher noch zum Anschlusstreffer, aber zu mehr reichte es für den nun seit drei Spielen sieglosen OSC nicht. Am Ende schmeichelt das Resultat den Gästen sogar, da die Fortuna etliche hochkarätige Möglichkeiten liegenließ.

"Wir hätten noch deutlich höher gewinnen können", sagt Philipp Musch. Am Ende zählen aber nur die drei Punkte, so der verletzte Fortuna-Käpt'n bei seinem Debüt als Coach. Dennoch will er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen: "Ich bin jetzt extrem heiß."

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