HSG: Aufgalopp auf Kunstrasen

Die Freiberger Oberliga-Handballer trainieren seit dieser Woche wieder. Dabei geht es auch auf eher ungewohntes Terrain.

Freiberg/Kleinwaltersdorf.

Die Handballer der HSG Freiberg sind wieder am Ball - wobei das Spielgerät in den nächsten Wochen ab und an ein bisschen größer ist als der im Umfang rund 60 Zentimeter messende Handball: Fußball spielen bringe zum einen Abwechslung in den Trainingsplan, "zum anderen kann man auch dabei ganz gut Kondition tanken - vor allem auf Großfeld", sagt Alexander Matschos, der neue Cheftrainer der HSG.

Auf dem Kunstrasen in Kleinwaltersdorf absolvierten die Freiberger Oberliga-Handballer am Mittwochabend ihre zweite Trainingseinheit in der Vorbereitung auf die neue Saison. Gegen den Hausherrn, den Kreisligisten Kleinwaltersdorfer SV, wird es zum Abschluss der ersten Trainingsphase (am 28. Juni) auch ein richtiges Match über 90 Minuten geben, kündigt der HSG-Coach an. Einige seiner Schützlinge könnten richtig gut kicken: Allen voran Rechtsaußen Benjamin Wolf, der bis zum Alter von 15 Jahren als Fußballer auf Torejagd ging, unter anderem beim SV Mulda. Aber auch andere, beispielsweise Dominik Gelnar und Eric Neumann, könnten sehr gut mit dem etwas größeren runden "Leder" umgehen, so Matschos.

Zum Auftakt am Dienstag, als ein einstündiger Lauf um den Soldatenteich sowie Stabilisationsübungen auf dem Plan standen, waren ebenfalls fast alle Spieler des neuen Kaders dabei - inklusive Felix Kempe (vom HC Glauchau/Meerane) und Martin Rom, der von Talent Pilsen zur HSG kam. Der dritte Neuzugang, Richard Meinicke, 24 Jahre alter früherer Jugendnationaltorhüter der Niederlande, wird in der ersten Trainingsperiode zumindest zwei Wochen mit seinem neuen Team trainieren, sagt Trainer Matschos.

16 Spieler umfasst das derzeitige HSG-Aufgebot für die neue Saison in Liga 4. Die Personalplanungen seien vorerst abgeschlossen, sagt Manager Stefan Lange, man schaue sich jedoch weiter um. Eventuell soll noch ein Abwehrspezialist (als Nachfolger des nach Emsdetten gewechselten Zwei-Meter-Hünen Jan Mojzis) geholt werden, so Lange. Man sei aber nicht unter Druck: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht."

Bis Ende Juni wird dreimal pro Woche trainiert - neben Laufen und Fußball auch unterm Hallendach. Die Einheiten seien spaßbetont, "aber die Jungs sollen auch schon etwas ins Schwitzen kommen", sagt der neue Cheftrainer. Krafteinheiten seien fakultativ, so Matschos, der davon ausgeht, dass seine Spieler auch den Kraftraum oder das Fitnessstudio regelmäßig besuchen. "Alles läuft auf Vertrauensbasis."

Matschos will die komplette Vorbereitung mitmachen. Er werde in der neuen Saison in erster Linie coachen, doch weiter auch als Spieler zur Verfügung stehen, so der 38-Jährige. Matschos war bereits bei Elbflorenz II Spielertrainer und hatte zuletzt Chefcoach Jiri Tancos als Co-Trainer unterstützt. Mit 90 Toren in 24 Spielen war der Rückraumspieler drittbester HSG-Werfer.

Im Juli haben die HSG-Männer drei Wochen frei, "aber mit Hausaufgaben", kündigt der Trainer an. Am 22.Juli fällt der Startschuss für die zweite Vorbereitungsphase. Zum Trainingslager geht es im August wieder nach Prag, drei Tests stehen ebenfalls schon fest: Am 31. Juli kommt die SG Pirna/Heidenau, am 3.August geht es zum Drittligisten SG Leipzig II, und am 17. August nimmt die HSG an einem Turnier des SV Plauen-Oberlosa teil.

Die neue Serie in der Mitteldeutschen Oberliga beginnt am 31.August mit einem Auswärtsspiel beim SV Oebisfelde. Zum Heimauftakt wird eine Woche später der HC Burgenland in der Ernst-Grube-Halle erwartet. Nachdem die Mannschaft mit einer Abschlussfahrt nach Prag endgültig den Schlusspunkt unter die alte Saison gesetzt hat - die erfolgreichste seit mehr als zehn Jahren - freuen sich alle so langsam auf die nächste Spielzeit, sagt Alexander Matschos. "Nach vier Wochen ohne Handball kribbelt es wieder."

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