HSG-Coach lässt Ziel offen

Am kommenden Wochenende beginnt die Handballsaison 2016/17. Dabei gehen die Regionalvertreter in unterschiedlichen Spielklassen mit verschiedenen sportlichen Zielen an den Start. In einem sind sich alle Teams aber einig: Ein Spaziergang wird die neue Serie nicht. "Freie Presse" stellt die Vertreter der überregionalen Spielklassen vor.

Freiberg.

Das mittelsächsische Handball-Flaggschiff hat seinen Heimathafen in Freiberg. Und von dort wird die Crew der HSG in den kommenden Monaten regelmäßig auslaufen, um in der Mitteldeutschen Oberliga möglichst fette Punktebeute zu machen. Zum Auftakt der Saison 2016/17 kämpft das Team um ihren Trainer Anel Mahmutefendic zu Hause gegen den HSV Apolda um die ersten Zähler.

Wohin die Reise für die Mannschaft der HSG Freiberg, die vor sechs Jahren zu den Gründungsmitgliedern der 4. Liga gehörte, geht, will der Übungsleiter aktuell aber noch nicht sagen. "Wir haben zweifellos eine gute Vorbereitung absolviert. Doch jetzt müssen wir erst einmal abwarten, wie wir aus den Startlöchern kommen", sagte der erfahrene Coach. Er sei überzeugt, dass sein Team zwei, drei Spiele benötigt, um richtig auf Touren zu kommen. "Aktuell sehe ich uns auf einem Niveau von 80 bis 85 Prozent", weiß Mahmutefendic, dass der Kahn morgen noch nicht ganz auf Hochtouren laufen wird. "Wir brauchen noch etwas Zeit, um uns zu finden", sagt der Coach. Einen konkreten Tabellenplatz, auf dem seine Truppe in der Endabrechnung landen sollte, wollte der HSG-Trainer noch nicht nennen. "Darüber reden wir nach den ersten Spielen noch einmal konkreter", sagte Mahmutefendic. Schließlich gab es in der Sommerpause die eine oder andere personelle Veränderung im Kader. Mit dem Kroaten Marko Cingel (24) und dem Polen Marcin Kijowski (25) hat die HSG zwei Spieler für den linken und rechten Rückraumverpflichtet. Cingel, ein 2,10 Meter großer Rechtshänder, spielte in der U 23 Kroatiens und zuletzt in Italien bei ASO Capua, hat aber danach eine mehrwöchige Trainings- und Wettkampfpause eingelegt. Kijowski kommt aus der 2. polnischen Liga. Beide sollen die Lücken schließen, die durch den Weggang von Adrian Kammlodt (zum HC Elbflorenz) und den Griechen Efthymios Iliopoulus (Rostock) entstanden sind.

Nicht nur auf dem Parkett, sondern auch auf dem Chefsessel der Freiberger Spielbetriebsgesellschaft hat es einen Wechsel gegeben. Als neuer Geschäftsführer wurde Stefan Lange berufen. Er löste den langjährigen Funktionär Klaus Stürzebecher ab, der auf eigenen Wunsch zurücktrat. Auch Lange hält sich mit der Formulierung von hochtrabenden Saisonzielen zurück. "Wir wollen attraktiven Handball spielen, unsere Spieler weiter entwickeln und natürlich eine positive Rolle in der Liga spielen", umschrieb der Geschäftsführer den angestrebten Kurs. Dabei kann sich das Team der Unterstützung durch den Fanclub "Bergstadtpower" sicher sein. "Die Truppe hat noch einmal materiell aufgerüstet und sich unter anderem neue Trommeln zugelegt", freut sich Lange, dass der Club auch weiterhin zur Stange halten wird. "Grundsätzlich werden die Heimspieltage so ablaufen, wie gewohnt", sagte Lange, doch eine Änderung sei dennoch geplant. "Wir wollen spätestens ab dem dritten Heimspiel jedem Zuschauer eine Karte mit einem ganz konkreten Sitzplatz verkaufen", blickte Lange voraus.

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