HSG: Neun Wochen schwitzen

Bei den Freiberger Ober-liga-Handballern hat die heiße Phase der Vorbereitung begonnen. Dabei sind auch schon fast alle der sechs neuen Gesichter im Team zu entdecken.

Freiberg.

Die Handballer der HSG Freiberg starten wieder durch: In vier zum Teil sehr intensiven Trainingseinheiten hat Cheftrainer Alexander Matschos seine Schützlinge in dieser Woche für die neue Saison schwitzen lassen. Zweimal waren dabei auf dem Platz der Einheit die Laufschuhe gefragt, dazu kamen die ersten Übungseinheiten in der Halle. "Wir haben diesmal wirklich viel Zeit, um uns auf die neuen Aufgaben vorzubereiten", sagt Matschos. Genau neun Wochen sind es bis zum letzten Septemberwochenende, an dem es mit dem Spiel bei Aufsteiger SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz wieder ernst wird.

Allerdings wartet auch die bislang schwerste Saison auf die HSG-Männer: Insgesamt 17 Mannschaften umfasst die Mitteldeutsche Oberliga in der Spielzeit 2020/21 - das heißt 32 Partien, wobei bis Ende Juni auch mehrere Doppelspieltage anstehen. "Das wird für alle Teams eine Herausforderung", sagt Stefan Lange, der Geschäftsführer der HSG. Entsprechend breit ist der Kader der Freiberger aufgestellt: 16 Feldspieler und vier Torhüter gehören zum erweiterten Oberligaaufgebot.

Von den sechs Neuen im Kader waren fünf in dieser Woche schon mit dabei. Ondrej Simunek, 27-jähriger Rückraumspieler, kommt von Tschechiens Ex-Meister Dukla Prag, mit Erik Riedel (25) vom Sachsenligisten HSV Weinböhla hat die HSG einen weiteren Spieler für den linken Rückraum verpflichtet. Zudem kehren mit Torhüter Ben Horna (19) und Lorenz Nossek (18) zwei HSG-Talente nach Freiberg zurück. Horna stand zuletzt beim HBV Jena zwischen den Pfosten, Nossek spielte mit der A-Jugend des EHV Aue in der Nachwuchs-Bundesliga. Dazu kommt Adam Janasek, ein 20-jähriger tschechischer Linkshänder aus Most, der im Rahmen der Kooperation mit Banik Most zur HSG wechselt. Sechster im Bunde ist Yannic Morgenstern, der aus dem Kader der zweiten Mannschaft aufrückt. Der junge Linksaußen steigt nächste Woche in die Vorbereitung ein, da er derzeit noch im Urlaub weilt, so Trainer Matschos.

Der 39-Jährige bleibt offiziell Spielertrainer, will sich das Trikot aber wirklich nur noch im Notfall überstreifen: "Das Coaching steht klar erster Stelle." Mit dem Engagement seiner Spieler in den ersten Trainingseinheiten war der frühere Zweitliga-Akteur dabei zufrieden. "Alle haben prima mitgezogen." Am Montag stand dabei Grundlagenausdauer auf dem Plan, am Dienstag unter anderem ein Fitnesstest, bei dem Miroslav Jahn vor Felix Kempe und Ondrej Simunek die Nase vorn hatte. Am Mittwoch hatten die HSG-Dachse zweimal 4000 Meter sowie einmal 1000 Meter abzuspulen.

Ende nächster Woche steht bereits das dreitägige Trainingslager an, das diesmal in Freiberg stattfindet. Zudem wartet der erste Test: In Großenhain geht es gegen Drittligist DHfK Leipzig II. Es folgen Vorbereitungsspiele gegen die SG Pirna/Heidenau, den HSV Dresden sowie die tschechischen Spitzenteams Dukla Prag (in Freiberg) und Mesto Lovosice. Im September geht es dann noch gegen Oberliga-Aufsteiger HC Glauchau/Meerane und Zweitligist EHV Aue, umreißt Trainer Alexander Matschos das anspruchsvolle Programm. "Wir haben viel vor."

Sommerfahrplan HSG Freiberg

Testspiele - 8. August, 17.30 Uhr: SC DHfK Leipzig II (in Großenhain); 11. August, 19Uhr: SG Pirna/Heidenau (Ernst-Grube-Halle), 20.August, 19.30 Uhr: HSV Dresden (A), 26.August, 19 Uhr: Dukla Prag (EGH), 28. August: HK Mesto Lovosice (A), 17. September, 20Uhr: HC Glauchau/Meerane (A), 23. September, 18.30 Uhr: EHV Aue (A)

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