HSG überrennt den Aufsteiger

Die Freiberger Handballer sind mit einem 34:24-Sieg bei Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz in die neue Oberliga-Saison gestartet. Dabei war die Partie schon zur Pause entschieden.

Freiberg.

Ein Saisonauftakt nach Maß haben die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg am Samstagabend beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz hingelegt. Die Freiberger setzten sich beim Aufsteiger souverän mit 34:24 (19:10) durch und nach dem 1. Spieltag auch an die Spitze der Mitteldeutschen Oberliga. Nach fast siebenmonatiger Punktspielpause habe sein Team dabei überragende erste 25 Minuten auf das Parkett der Wittenberger Stadthalle gelegt, strahlte HSG-Trainer Alexander Matschos. "Das war ein perfekter Saisonstart."

Die Mannschaft habe das Konzept für dieses Spiel zu 100 Prozent umgesetzt, lobte der 39-jährige Spielertrainer, der zu keiner Sekunde daran denken musste, eventuell selbst das Trikot überstreifen zu müssen. "Das war ein starker Auftritt des gesamten Teams." Dabei konnte sich die HSG sogar den Luxus leisten, mit Martin Schettler und Miroslav Jahn zwei potenzielle Stammspieler für die zweite Mannschaft (35:34 gegen die HSG Sachsenring in der Verbandsliga) abzustellen.

Als Martin Rom fünf Minuten vor der Halbzeitsirene zum Zwischenstand von 19:6 für die HSG einwarf und damit schon für eine Vorentscheidung sorgte, hätte man in der Wittenberger Stadthalle, in die am Sonnabend genau 246 Zuschauer durften, ein Streichholz fallen hören können. Dabei war den Männern um dem nach seiner letztjährigen Verletzung wieder in Topform auftrumpfenden Kapitän Eric Neumann schon bei der Erwärmung anzumerken, dass sie diesmal den Bock umstoßen und den ersten Auftaktsieg seit 2014 einfahren wollten. Der "Dino" der Liga - die HSG ist als einzige Mannschaft seit Gründung der Oberliga 2010/11 ununterbrochen dabei - zeigte dem Neuling von Beginn an die Grenzen auf. In der Deckung ließen die Gäste kaum etwas zu, erkämpften viele Bälle und hatten in Tino Hensel zudem einen starken Rückhalt im Tor. Im Angriff legten die Freiberger sofort ein hohes Tempo hin, spielten klar und strukturiert und nutzten ihre Gegenstöße eiskalt. So bauten die HSG-Dachse ihren Vorsprung kontinuierlich aus (12:1/15.), ließen erst in der 16. Spielminute den zweiten Gegentreffer zu und verzeichneten bis dahin kaum einen Fehlangriff. Erst in den Schlussminuten der ersten Spielhälfte kamen die Hausherren etwas besser ins Spiel und verkürzten mit einem 4:0-Lauf auf 10:19. Im zweiten Spielabschnitt brachten die Bergstädter ihren Vorsprung sicher über die Runden, wobei es Björn Richter vorbehalten blieb, eine Minute vor Ultimo den 34. und letzten Treffer für seine Farben zu erzielen.

"Ich habe mich riesig über und für die Jungs gefreut", jubelte HSG-Geschäftsführer Stefan Lange. Die Mannschaft habe zum Auftakt endlich einmal das auf die Platte gebracht, was sie kann, so der Funktionär, der die Fahrt nach Wittenberg nicht mit angetreten hatte und stattdessen beim Heimspiel der HSG II den Livestream testete, den der Verein ab nächste Woche zu den Oberliga-Heimspielen seinen Fans anbieten will. "Dieser Sieg zum Auftakt ist unheimlich wichtig", so Lange. Dank des klaren Auftakterfolges gehen die Freiberger nun sogar als Spitzenreiter ins erste Heimspiel gegen den USV Halle, das am kommenden Samstag um 20Uhr in der Ernst- Grube-Halle angepfiffen wird.

StatistikHSG: Hensel, Meinicke; Morgenstern (1), Gelnar (6), Simunek, Neumann (6), Riedel (1), Tieken, Harvan (1), Rom (4), Kempe (7/1), Werner (1), Wolf (5), Richter (2) Siebenmeter: HSG 2/1, Piesteritz 2/1; Zeitstrafen: HSG 16, Piesteritz 10 Strafminuten, Schiedsrichter: Majstrak/Reimann (Magdeburg); Zuschauer: 246

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