HSG will alte Erfolge im Pokal auffrischen

Handball-Amateurpokal: HSG Freiberg spielt beim HC Glauchau/Meerane

Freiberg.

Andreas Tietze kann sich noch genau erinnern, obwohl das Spiel fast 20 Jahre zurückliegt. "Die waren mit all ihren Assen da", blickt der Co-Trainer der HSG-Handballer auf die Saison 1998/99 zurück. Dort hatten die Freiberger in der 2.Runde des DHB-Pokals den großen VfL Gummersbach aus dem Lostopf gefischt und sich mit 24:34 mehr als achtbar gegen die mit Nationalspielern gespickten Gäste aus der Affäre gezogen. "Steinar Ege stand im Tor und im Angriff war vor allem Kyung-shin Yoon allererste Sahne", erzählt Tietze, der damals als Assistent von Juri Kidjaew auf der Freiberger Trainerbank saß.

Der Auftritt gegen den damaligen deutschen Rekordmeister ist einer der Höhepunkte in der über 90-Jährigen Freiberger Handballgeschichte. 2006 hatte die HSG mit dem Zweitligisten EHV Aue nochmals ein großes Los gezogen, ehe es im Pokal ruhig um die Freiberger wurde. "Wir haben nicht mehr gemeldet, da die Belastung für die Spieler in der Oberliga ohnehin sehr groß war", sagt Tietze. Letztmals spielte die HSG 2009/10 im Sachsenpokal und kam auch ins Finale, wo die DHfK Leipzig (21:30) zu stark war. Im Jahr zuvor zog die HSG ebenfalls ins Endspiel ein, nachdem sich die Freiberger 2006 den "Pott" gesichert hatten.

Nun starten die HSG-Männer ein Comeback, da der neue Trainer Anel Mahmutefendic neue Herausforderungen für seine junge Mannschaft setzen will. "Man sollte als Sportler immer versuchen, so viel wie möglich Erfahrungen zu sammeln - und so viel wie möglich zu gewinnen", sagt der frühere Auswahlspieler. Zudem warten andere Gegner. Zumindest das ist morgen noch nicht der Fall. Denn die HSG spielt zum Auftakt des Amateur-Pokals, den der DHB im Vorjahr nach einer Reform eingeführt hatte, beim Oberliga-Rivalen Glauchau/Meerane. "Da nur ein Landesvertreter starten darf, es aber drei Bewerber in Sachsen gibt, müssen wir in die Qualifikation", erklärt Co-Trainer Tietze. Der Sieger der morgigen Partie spielt gegen den amtierenden Sachsenpokalsieger SG Leipzig/Zwenkau um das Ticket für die nationale Runde.

Die Glauchauer drangen im Vorjahr übrigens bis ins Finale des neuen Wettbewerbs vor, das dann direkt vor dem Endspiel des DHB-Pokals in der Hamburger Barclaycard-Arena über die Bühne gegangen war - vor 16.000 Zuschauern.

DHB-Amateur-Pokal Qualifikation - Sa., 17 Uhr: HC Glauchau/Meerane - HSG Freiberg (Sporthalle Meerane)

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