"Ich hatte zwei schlaflose Nächte"

Die Fußballer des BSC Motor Rochlitz reisen am Sonntag zu einem richtungsweisenden Spiel in der Mittelsachsenliga. Nach der 0:13-Niederlage gegen Langenau hat Trainer Dirk Richter die Reaktion des Teams in dieser Woche gefallen.

Rochlitz.

Nach der bitteren 0:13-Heimniederlage von Fußball-Mittelsachsenligist Motor Rochlitz (14.Platz/1 Punkt) gegen Fortuna Langenau hat BSC-Trainer Dirk Richter noch lang gegrübelt. "Ich hatte zwei schlaflose Nächte", sagt der neue Coach der Rochlitzer Kicker, der sich sein Debüt an der Seitenlinie anders vorgestellt hat. "Aber der Mannschaft vom Sonntag kann ich keinen Vorwurf machen", sagt der 51-Jährige. "Auf dem Platz standen manche Spieler, die zuvor gar nicht mit uns trainiert haben."

Richter bezeichnet die Mission in Rochlitz als "Operation am offenen Herzen", sagt er. "Wichtig ist, der Mannschaft wieder Leben einzuhauchen. Mir fehlt es an Emotionalität", sagt er. Der Physiotherapeut will das Team zunächst nur bis zur Winterpause betreuen. "Bis dahin will ich einem neuen Trainer ein funktionierendes Team übergeben." Eine erste Reaktion habe seine Mannschaft am Dienstagabend gezeigt. "Da waren wir 14 Mann im Training. Das gab es unter der Woche in den vergangenen Jahren überhaupt nicht", freut sich Richter über die Beteiligung. "Und die Jungs haben gut mitgezogen. Nun blicke ich etwas zuversichtlicher auf das Wochenende." Dann reisen seine Fußballer zum Hainichener FV (9./6), der am Sonntag mit dem 2:0-Auswärtssieg beim bisherigen Tabellenführer Langhennersdorf ein Ausrufezeichen gesetzt hat. "Wir können dort befreit aufspielen", sagt Richter. Mit Max Deitert und Felix Wetzig kehren zwei Spieler in den Kader zurück, die gegen Langenau gesperrt waren.

Der Hainichener FV hat bereits vor einigen Wochen selbst die Erfahrung gemacht, wie gefährlich solche angeschlagenen Gegner sein können. "Damals kam Hartmannsdorf zu uns, die zuvor elf Stück gegen Langenau bekommen haben", sagt HFV-Trainer Mirko Zaeske. Bei seinem Team gewannen die Hartmannsdorfer dann mit 4:1. "Diese Niederlage hängt uns noch etwas nach und ich hoffe nicht, dass uns diese Punkte am Ende fehlen werden", sagt der Coach. "Wir nehmen Rochlitz sehr ernst."

Neben dem Duell zwischen Hainichen und Rochlitz gibt es am Sonntag noch ein weiteres Derby, wenn Germania Mittweida II (6./6) auf den SV Geringswalde/Schweikershain (8./6) trifft. Der Sieger der Partie kann sich in der Spitzengruppe der Liga festsetzen. Die Geringswalder sind als Aufsteiger solide in die Saison gestartet, haben ihre Punkte allerdings bisher nur in den Heimspielen gesammelt. "Ich glaube schon, dass wir aus Mittweida etwas mitnehmen können, auch wenn der Gegner ein guter ist", sagt der Geringswalder Trainer Dirk Vogel. "Wichtig wird sein, dass wir dort unsere Chancen besser nutzen als in den Spielen zuvor." Mittweidas Trainer Sebastian Voigt hat sich indes noch nicht bei Franz Weinert - der aus Geringswalde stammt und im Winter in Germanias Landesliga-Team gewechselt ist - erkundigt. "Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Aber ich denke, es ist ohnehin besser, wenn wir nur auf uns schauen." Trotz der 0:2-Niederlage in der Vorwoche bei Spitzenreiter Großwaltersdorf ist er zuversichtlich. "Wir haben dort ein tolles Spiel abgeliefert und wollen unbedingt daran anknüpfen." Allerdings hat in dieser Woche die Grippewelle in seinem Team zugeschlagen. "Wir müssen sehen, wer bis Sonntag noch gesund wird."

Für Barkas Frankenberg (7./6) steht nach der 3:4-Niederlage in Mulda schon das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Die Reise ist diesmal eine kurze. Barkas gastiert beim TSV Flöha (4./7) und will dort versuchen, für eine Überraschung zu sorgen.

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