Junge Auerswalder wollen nächsten Favoriten stürzen

Die B-Junioren-Fußballer von Wacker treten erstmals im Sachsenpokal an. Verdient haben sie sich die Teilnahme in der Vorsaison, als sie für eine gehörige Überraschung gesorgt hatten.

Auerswalde.

Der Pokalsieg der B-Junioren-Fußballer von Wacker Auerswalde gegen die SpG Lunzenau/Rochlitz ist am Final-Wochenende in Lunzenau die größte Überraschung gewesen. Mit 1:0 gewannen die Auerswalder Kicker das Endspiel, obwohl sie zuvor in der Liga zwei deutliche Niederlagen (jeweils 0:5) gegen die Lunzenauer kassiert hatten. Am Sonntag dürfen sie daher erstmals im Sachsenpokal antreten.

"Und auch da sind wir wieder klarer Außenseiter", sagt der Auerswalder Trainer Christian Gayek. Sein Team, das in dieser Saison als SpG Auerswalde/Frankenberg II auf Torejagd geht, trifft auf die SpG Gelenau/Drebach-Falkenbach, die in der Landesklasse spielt. "Die Partie wird sicherlich nicht einfacher als das Pokalfinale, aber wir wollen versuchen, unser Spiel durchzuziehen", sagt Gayek. Der 30-jährige Coach, der mit seinem Team in die sechste Saison geht, will offensiv agieren. Im Pokalfinale im Juni ging das nicht so wie gewünscht. "Die Lunzenauer Jungs haben eine starke Saison gespielt und da war uns klar, dass wir erst einmal defensiv gut arbeiten müssen. Nachdem wir im März gegen sie wieder 0:5 verloren haben, haben wir gehofft, dass wir sie im Pokal noch einmal auf sie treffen." Nach dem Finaleinzug im Mai war es klar, dass es eine dritte Chance gibt. Geholfen haben bei der Vorbereitung dann ungewöhnliche Maßnahmen. "Wir haben sie beobachtet, Video-Analysen gemacht und uns so perfekt auf sie vorbereitet." Der Kreispokalsieg war letztlich die Belohnung.

In der neuen Saison haben sich die Vorzeichen geändert. Die Lunzenauer und Rochlitzer Junioren gehen nun in der A-Junioren-Landesklasse auf Punktejagd (und spielen am Wochenende ebenfalls im Sachsenpokal), die Auerswalder B-Junioren gehören nun zu den älteren Jahrgängen in der Kreisliga. "Der 3.Platz ist am Ende realistisch", sagt Gayek. Drei seiner Schützlinge haben das Team verlassen, darunter das Talent Jennifer Menzl aus Ottendorf, die ihr Glück nun beim USV Jena in der Frauen-Regionalliga versucht. "Dafür haben wir aus Frankenberg drei Spieler bekommen."

Die Spieler der Auerswalder Mannschaft kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen. "Viele sind aus dem Ort, aber einige wohnen auch in Glösa, Ottendorf, Niederlichtenau, Mittweida und sogar Erlau", sagt Gayek, der bei den Einheiten auch von Jugendleiter Rico Esper unterstützt wird. "Er ist seit Jahren die gute Seele und ohne ihn läuft nichts." Der Trainer selbst arbeitet als Lehrer an der Chemnitzer Polizeifachschule und kam vor zehn Jahren nach Auerswalde. Der zweifache Familienvater begann seine Karriere beim VfB Pausa im Vogtland und schnupperte in jungen Jahren beim VFC Plauen hinein. "Doch ich musste schnell erkennen, dass es mit höherem Fußball nichts wird", sagt er. Seinen Traum als Jugendtrainer hat er sich indes erfüllt, und kann nun mit seinen Jungs für die nächste Überraschung sorgen.

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