Junge Dachse weiter im Vormarsch

Die Handballer der HSG Freiberg sind wieder als Talentstützpunkt des HVS eingestuft worden. In der Sachsenliga werden erneut zwei Nachwuchsteams auf Torejagd gehen.

Freiberg.

Nicht nur Wolfgang Rose freut sich. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Freiberg ist nach längerer Abstinenz wieder als Talentstützpunkt des sächsischen Verbandes anerkannt worden. "Damit stehen wir im Nachwuchsbereich wieder in einer Reihe mit der DHfK Leipzig, dem EHV Aue oder dem HC Elbflorenz", sagt das Vorstandsmitglied der HSG. "Der ganze Verein ist stolz auf diesen Status."

Voraussetzungen für die Anerkennung als HVS-Talentstützpunkt seien unter anderem Mannschaften im Spielbetrieb der Jugend-Sachsenliga, Spieler in der Landesauswahl und Training nach der Rahmenkonzeption des DHB, erklärt Rose. Mit Alec Palm, Anton Nossek, Nick Richter und Georg Lausch stelle die HSG Freiberg aktuell vier Aktive für die Landesauswahl, so der langjährige Leiter der HSG-Geschäftsstelle.

In der Sachsenliga sind die Freiberger in der neuen Saison mit ihrer B- und C-Jugend vertreten, 2019/20 waren die A- und die C-Jugend in Sachsens höchster Spielklasse auf Torjagd gegangen. Beim Abbruch der Saison aufgrund der Corona-Pandemie stand die A-Jugend auf Platz 6 unter acht Teams (9:25 Punkte), die C-Jugend war Fünfter unter zehn Mannschaften (19:15 Punkte) - nur zwei Zähler hinter dem Dritten aus Aue.

Zuvor war die HSG bis 2015 bereits viele Jahre als Talentstützpunkt eingestuft, sagt Wolfgang Rose. Aktuell habe der Verein rund 130Kinder- und Jugendliche unter seinen 200 Mitgliedern, die von 13Übungsleitern betreut werden. Mit der D-, E- und F-Jugend stehen drei weitere Nachwuchsteams im Spielbetrieb. Wermutstropfen sei, dass es erstmals seit langem keine A-Jugend gebe, so der 79-jährige Funktionär. "Die Lücke in diesen Jahrgängen ist jedoch schon früher entstanden." So hatte die HSG im Vorjahr keine B-Jugend melden können.

Die bisherige A-Jugend rückt komplett in den Männerbereich auf, erklärt Rose. In der neu formierten Mannschaft der HSG III, die gerade in die Bezirksliga aufgestiegen ist, werde ebenfalls leistungsorientiert trainiert. "Die Jungs haben dort eine sehr gute Perspektive."

Auch Stefan Lange, Geschäftsführer der Spielbetriebsgesellschaft der HSG, freut sich über die Entwicklung im Nachwuchsbereich. "Wir sind in den vergangenen Jahren wieder ein großes Stück vorangekommen." Zudem sei es erneut gelungen, Übungsleiter und Schiedsrichter aus dem eigenen Nachwuchs zu rekrutieren. Mit Robert Jehmlich und Simon Ziemey übernehmen zwei frischgebackene junge Trainer die HSG III in der Bezirksliga.

Schwerpunkt im Nachwuchs sei nach wie vor die Entwicklung der Spieler - mit dem Ziel, sie in die erste Männermannschaft und damit in die Oberliga zu führen, sagt Lange. "Für einen Amateurverein, der wir ja immer noch sind, haben wir eine sehr gute Grundlage."

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