Junge Erzgebirgerin rollt in Italien weit nach vorn

Merle Richter vom SSV Sayda wird beim Rollski-Weltcup Dritte. Beim Rollskitag ihres Vereins in Oederan gab es dagegen Licht und Schatten.

Oederan/Sayda.

Sportler aus ganz Sachsen waren am Wochenende in Oederan am Start, wo der SSV 1863 Sayda zum fünften Mal Rollskiwettkämpfe ausgerichtet hat. Während die Rennen - am Sonnabend in der klassischen Technik und am Sonntag auf dem Gewerbering im freien Stil - zuletzt sogar als Deutsche Meisterschaften ausgeschrieben waren, lag diesmal der Fokus auf der Region, erklärt Mitorganisator Toralf Richter. Beide Wettkämpfe waren Bestandteil des Rollski-Sachsen-Cups, wobei die Teilnehmer einen sehr gut organisierten Wettkampf bei besten äußeren Bedingungen erlebten, so Richter, der auch Vorsitzender der Skiregion Osterzgebirge/Dresden ist. Die größte Mannschaft stellte die SG Klotzsche. Im Freistilrennen war auch der VSC Klingenthal stark vertreten.

"Leider gibt es im Skiverband keinen einheitlichen Standpunkt zum Thema Rollski. Und auch die Bereitschaft, an vielen Wettkämpfen teilzunehmen, geht immer mehr zurück", bedauert Richter. Von den mittelsächsischen Skivereinen waren in den Kinder- und Jugendklassen nur der SSV Sayda und der ESV Nassau am Start, so Richter. Die SG Holzhau, Pulsschlag Neuhausen und der SV Großwaltersdorf fehlten komplett und haben die Organisatoren im Stich gelassen, so der Funktionär des Skiverbandes Sachsen. Er kenne noch die Zeiten, als "grundsätzlich die Wettkämpfe der Nachbarvereinen besucht wurden".

Für den SSV Sayda war das Wochenende dennoch sehr erfolgreich. Dafür sorgte Juniorin Merle Richter, die beim Rollski-Weltcup im italienischen Val di Fiemme dreimal aufs Podest lief. Damit sicherte sich die 18-Jährige Platz 3 in der Gesamtwertung dieser Minitour im Fleimstal, die aus vier Wettkämpfen bestand.

Beim Klassik-Bergprolog über 2,5km belegte die junge Saydaerin Rang 7, über 200 m sprintete sie auf Platz 3. Am Samstag stand ein Freistil-Massenstart über 10 km auf dem Programm, bei dem Richter hauchdünn an Rang 1 vorbeischrammte: Im Zielsprint musste sie sich der Siegerin aus Italien um eine Fußlänge geschlagen geben. Zum Abschluss konnte die Erzgebirgerin, die aktuell in Oberstdorf trainiert und zur Juniorennationalmannschaft gehört, beim 13-km-Jagdstart hinauf zur Alpe Cermis in klassischer Technik nach zwischenzeitlicher Führung Rang 3 erkämpfen. (tori/sb)

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