Junge Flöhaer paddeln nach vorn

Die Rennkanuten des KSV lassen bereits zu Saison-beginn aufhorchen. Vor allem zwei Elfjährige sind kaum zu bremsen.

Flöha.

Auf der Zschopau in Flöha-Plaue schlagen die Wellen seit einigen Wochen wieder etwas höher - die Rennkanuten des KSV 1928 Flöha sind wieder auf dem Wasser unterwegs. "Wir konnten in diesem Jahr aufgrund der milden Witterung ziemlich früh mit dem Wassertraining beginnen", sagt Christian Rößler, der langjährige Vereinschef. "Alle Aktiven haben schon etliche Trainingskilometer absolviert."

Die ersten Früchte der intensiven Vorbereitung konnten bereits geerntet werden, freut sich Rößler. So gab es bei den Kreis-Kinder- und Jugendspielen am 1. Mai in Mittweida fast für alle 25 Flöhaer Starter eine Medaille. Zuvor waren die jungen KSV-Aktiven bereits bei der Landesmeisterschaft über die Langdistanz in Leipzig nach vorn gepaddelt: Über 2000 Meter der Schüler B wurde Ben Luca Voigt Sachsenmeister im Einerkajak und holte sich auch im K 2 mit Jacob Wagner den Titel. Zu Silber fuhr Emma Kaposvari im K1 der Schülerinnen A. Im großen Starterfeld der männlichen Jugend belegte Arne Neuber, in der vorigen Saison ein Aushängeschild des KSV, Platz 7. "Ein ganz starker Auftritt", lobt Übungsleiterin Anette Oehme.

Das Überraschungsteam der immer noch jungen Saison, Ben Luca Voigt und Jacob Wagner, ließ auch bei der Großen Brandenburger Kanuregatta aufhorchen. Die beiden Elfjährigen erkämpften sich am Wochenende auf dem Beetzsee Platz 1 und 2. "Das ist der zweite richtig große Erfolg", sagt KSV-Chef Rößler. Die Brandenburger Regatta sei der erste Höhepunkt des Jahres und eine Standortbestimmung für Deutschlands Nachwuchssportler nach dem Winter. "Fast alles, was Kanu fährt, ist dort im Prinzip dabei", so der 63-Jährige, der seit 30 Jahren an der Spitze des Flöhaer Vereins mit seinen 90Mitgliedern steht. Auch Kanuten aus Polen, Kroatien und Dänemark starteten auf dem Beetzsee.

Im 2000-m-Rennen der Schüler B setzten sich Voigt/Wagner im Endspurt in 10:29.87 Minuten gegen den Rathenower WSV (10:30,77) durch. Mit Heiligensee, dem Köpenicker KC und dem SC Magdeburg distanzierten die jungen Flöhaer namhafte Boote. Im 500-m-Endlauf musste sich das KSV-Duo (2:20,74) nur den Sportlern aus Rathenow (2:17,15) geschlagen geben und sicherte sich Platz 2 vor dem favorisierten Team des WSV Dresden. Dass beide Jungen im Moment eine herausragende Rolle spielen, "ist Lohn für ihren Trainingsfleiß und nicht zuletzt Ausdruck einer kontinuierlichen Arbeit im Verein", sagt Rößler.

Auch Arne Neuber bestätigte in Brandenburg seine gute Form. Im K2 über 200 m fuhr der 16-Jährige mit dem Leipziger Simon Schuck ins Finale und dort auf Rang 9. Im sächsischen K 4 über 500 m sprang sogar Platz 6 heraus. Mit seinen guten Leistungen im K 1, wo über 200 und 1000 m erst im Halbfinale Endstation war, qualifizierte sich Neuber in einem der zwei Sachsenboote für die Ostdeutsche Meisterschaft, freut sich Trainerin Oehme.

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