Junge Mittweidaer dominieren

Die D-Junioren von Germania haben die Hallenkreismeisterschaft gewonnen. Aber auch für den Zweitplatzierten gab es Grund zur Freude.

Mittweida.

Der Jubel im Frankenberger Sportzentrum war groß, als die letzte Sekunde auf der Hallenuhr ablief, das Signal zum Spielende durch in der Halle ertönte und das D-Jugend-Team des SV Germania Mittweida den Kreismeistertitel sicher hatte. Auf dem Spielfeld und auf den Zuschauerrängen lagen sich die Mittweidaer in den Armen. Die richtige Feier wurde aber vorerst verschoben, denn der erste Weg nach Abpfiff führte zu den Spielern des SV Clausnitz. Wie schon vor Beginn des Spiel wurde sich die Hand gereicht und auch dem Zweitplatzierten Respekt für die Leistung gezollt. "Es ist schön zu sehen, dass es wieder sehr fair zur Sache ging", freute sich Ringo Gründel, der Vorsitzende des Jugendspielausschusses beim Kreisverband Fußball Mittelsachsen (KVF). Die Mittweidaer seien auch klar die verdienten Sieger gewesen. Mit dem 3:0-Sieg gegen den SV Clausnitz verteidigte der Germania-Nachwuchs den Titel.

Einzig beim 1:1 gegen Burgstädt ließen die Schützlinge von Thomas Meese zwei Punkte in der Gruppenphase liegen. Aber sowohl im Halbfinale (2:0-Sieg gegen den SV Lichtenberg) als auch im Finale hatten die Gegner keine Antwort mehr auf das offensive Spiel der Mittweidaer. "Der Turniersieg ist nicht selbstverständlich. Wir hatten vier Spieler aus dem jungen und vier Spieler aus dem alten Jahrgang dabei", sagte Meese, der vor allem den Teamgeist seiner Truppe lobte. Dieser habe am Ende den Unterschied gemacht.

Die Clausnitzer haben zwar das Finale verloren, aber waren den Mittweidaern anschließend zahlenmäßig überlegen. Sie stellten mit Torwart Toby Schuster und Alwin Beyer gleich zwei Spieler, die zur Turnierauswahl gehörten. Mit dabei waren auch Nils Morgenstern vom SV Lichtenberg, Davina Graf von der SpG Göritzhain/Lunzenau und Sammy Langer von Mittweida, der das 1:0 im Finalspiel erzielte. "Das Clausnitzer Trainerduo Jan und Jörg Sandig war trotz der Niederlage keinesfalls enttäuscht. "Wir sind hoch zufrieden mit unserer Leistung", sagte Jan Sandig. "Das Ziel war es besser abzuschneiden als im vergangenen Jahr, als wir Siebter wurden." Mit Platz 2 bewiesen die Clausnitzer, die in der Kreisklasse alle ihre neun Hinrundenspiele gewannen, dass sie auch mit den Teams aus der Kreisliga mithalten können. Dritter wurde der Nachwuchs des SV Lichtenberg.

Bei den E-Junioren, die bereits am Samstagvormittag ihren Kreismeister krönten, gewannen die Kicker des SV Wacker Auerswalde das Finalspiel gegen den FSV Motor Brand-Erbisdorf mit 3:1. Bronze gewann der TuS Großschirma. Bei den F-Junioren gab es Medaillen für alle teilnehmenden Mannschaften, da das Fairplay-Format im Vordergrund stand. "Es geht dabei nicht nur darum wer gewinnt und wer verliert, sondern um die individuelle Entwicklung der ganz Kleinen.", sagte Gründel. Eine weitere positive Entwicklung sieht Gründel auch im Handeln der Trainer und Zuschauer. "Es wird nicht mehr alles zu Ernst genommen. Der Umgang miteinander hat sich deutlich verbessert in den vergangen Jahren."

Kritik gab es aber auch: Der BSC Freiberg und der SV Barkas Frankenberg haben keine Nachwuchsteams für die Hallenkreismeisterschaften gemeldet. Gründe dafür waren unter anderem der Zeitpunkt (eine Woche nach Punktspielende) und die vorgegebene Stammspielerregelung. "Wir haben unsere Kritik mehrfach beim KVF sachlich geäußert. Da aber keine Änderungen in Sicht sind, haben wir uns dazu entschieden bei der derzeitigen Turnierform nicht mehr an den Start zu gehen", so der 2. Jugendleiter von Barkas, Danny Siegel.

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