Junge Reiterin landet weit vorn

Marie-Helen Wolf von der RFSG Langenleuba- Niedersteinbach hat beim dortigen Pfingstturnier am Wochenende überzeugt. Einen besonderen Preis hat sie knapp verpasst.

Langenleuba-Oberhain.

Beim vergangen Pfingstturnier der Reit- und Fahrsportgemeinschaft Langenleuba-Niedersteinbach ist am Wochenende auch eine junge Reiterin dabei gewesen, die schon mehr als ein Jahrzehnt aufsattelt: Die 14-jährige Marie-Helen Wolf aus dem Peniger Ortsteil Zinnberg ging mit drei Pferden in den Springprüfungen an den Start und hatte sich dabei einiges vorgenommen.

"Gerade bei der Jugendtour möchte ich schon um den Sieg mitspringen, schließlich hat man nicht so oft die Möglichkeit, einen Lehrgang bei einem bekannten Trainer zu gewinnen", sagt die Schülerin, die in Penig die 8. Klasse besucht. Mit ihren drei Pferden Mayenne, Ajalen und Wanamy war sie besonders am Pfingstsonntag und Pfingstmontag gefordert, da hier die verschiedenen Stilprüfungen der Jugendtour stattfanden.

Und da lief es für die Zinnbergerin gut. In den Prüfungen wurde sie unter anderem einmal Erste sowie Zweite und qualifizierte sich dadurch für das Finale am Pfingstmontag. Dort reichte es für sie nicht ganz zum Titel. Sie wurde auf Ajalen im Stechen Zweite hinter Nora Staroszyk von den Meusener Pferdefreunden. Marie-Helen Wolf verpasste den Hauptpreis, einen fünftägigen Lehrgang bei Lars Meyer zu Bexten, knapp. Der ehemalige erfolgreiche Springreiter ist inzwischen Bundestrainer für die Junioren und jungen Reiter. "Wir sind trotzdem zufrieden. Sie hat am Wochenende nach jeder ihrer Prüfungen eine Schleife bekommen", sagt ihre Mutter Ines Wolf-Höverkamp.

Erfahrung auf Pferden hat Marie-Helen Wolf bereits seit mehr als zehn Jahren. "Ich reite schon, solange ich laufen kann", sagt die junge Dame mit einem Schmunzeln. Bereits zu ihrem dritten Geburtstag hat sie ein Shetland-Pony namens Felix bekommen. "Inzwischen müsste er um die 30 Jahre alt sein", schätzt Marie-Helen Wolf, deren Eltern in Zinnberg einen eigenen Hof mit Pferde- und Rinderzucht betreiben. "Durch meinen Papa bin ich praktisch auch zum Pferdesport gekommen." Felix ist inzwischen das Lehrpony ihrer Schwester Amelie-Merle.

Die Erfolge in den vergangenen Jahren sprechen für sich: Bei den Süddeutschen Pony-Championaten im vergangenen Jahr gewann Marie-Helen Wolf bereits Silber und Bronze im Mannschaftsspringen, zudem war sie bereits viermal beim Großen Preis in Chemnitz auf dem dortigen Messegelände dabei. "Und von meinen vier Auftritten da habe ich im Ponyspringen schon zweimal gewonnen", sagt die aufgeweckte junge Dame stolz. "Beim ersten Mal wurde ich aber disqualifiziert, weil mein Pferd meinte, gleich noch ein Hindernis mehr springen zu müssen", sagte sie.

Neben Marie-Helen Wolf sorgten noch weitere RFSG-Sportler für gute Resultate. Silja Schwitzky gewann ein Springen der Klasse A*, ebenso Gert Dietrich von den Gastgebern.

Auch Martin Wittig vom RV Altmittweida und Anna-Maria Damm vom RFV Seelitz durften sich über Platzierungen unter den ersten Drei freuen. Michael Scheitzbach vom RFV Freiberg entschied zudem ein Springen der Klasse L für sich.

Beim Pfingstturnier gingen am Wochenende etwa 300 Reiter und mehr als 800 Pferde an den Start. Am Sonntagabend gab es zudem eine Turnierparty. "Wir können uns nicht über mangelnde Besucherzahlen beklagen und es hat alles gut geklappt", sagte RFSG-Pressesprecher Karsten Koch.

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