Keeper kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida reisen am Samstag zu Ex-Regionalligist Budissa Bautzen. Torwart Maik Ebersbach kennt das Stadion Müllerwiese schon.

Mittweida.

Nein, Maik Ebersbach wird am Samstag nicht eher als seine Teamkameraden von Germania Mittweida (3./14) zum Auswärtsspiel bei Budissa Bautzen (6./12) aufbrechen. "Ich werde ganz normal im Bus mitfahren, auch wenn es zu meinem Ex-Verein geht", sagt der 29-jährige Torwart, der im Winter aus Bautzen nach Mittweida gewechselt war.

"Die Verantwortlichen kenne ich noch, aber kaum einen Spieler der neuen Mannschaft", sagt er. Der Chemnitzer stand eineinhalb Jahre in Bautzen in der Regionalliga im Tor, nun gibt es ein Wiedersehen im Stadion Müllerweise. "Es ist schon kurios, dass wir nun mit Mittweida in der Landesliga gegen Bautzen spielen", sagt der Keeper, der zuvor schon für den VfB Auerbach und den VFC Plauen in der Regionalliga die Handschuhe anzog. "Ich kenne die sächsischen Autobahnen ganz gut", sagt der Schaltschrankmonteur, der in einem Röhrsdorfer Technologie-Unternehmen arbeitet.

Mit seiner Verpflichtung im vergangenen Winter ging es für die Mittweidaer steil nach oben. Nachdem Germania auf einem Abstiegsplatz überwintert hatte, sicherte sich das Team von Trainer Uwe Schneider souverän die Klasse. Saisonübergreifend blieb die Mannschaft 15 Punktspiele in Folge ungeschlagen. Diese Serie endete vor zwei Wochen gegen Großenhain (1:2). Dass Ebersbach ein Erfolgsfaktor ist, bestreitet er nicht, gibt sich aber bescheiden. "Wenn mir früher einer gesagt hätte, dass Erfahrung weiterhilft, hätte ich ihm das nicht geglaubt. Doch es ist tatsächlich so." Die Mannschaft generell habe in diesem Jahr mehr Sicherheit gewonnen, sagt er. "Ich bin da sicherlich ein Teil davon und rede etwas mehr." Als Torwart komme es gegenüber der Regionalliga mehr auf die Grundlagen an. "In der vierten Liga müssen die Torhüter die ein oder andere Glanzparade zeigen, in der Landesliga geht viel über Stellungsspiel."

In Mittweida fühlt sich Ebersbach sehr wohl. "Der Verein ist sehr familiär und alle ziehen an einem Strang." Ein großer Vorteil sei zudem, dass die Mannschaft unbeschwert aufspielen könne. "Wir machen uns keine Platte, wenn mal ein Angriff nicht funktioniert, sondern es geht einfach weiter."

Mindestens eine Runde weiter möchte der Torwart im Sachsenpokal kommen. Das Drittrundenspiel beim VfB Weißwasser wird wahrscheinlich am Reformationstag nachgeholt, danach wäre der nächste Gegner der SSV Markranstädt (Landesklasse Nord), wie die Auslosung am Mittwoch ergab. Ein möglicher Einzug ins Viertelfinale ist gar nicht mehr so unrealistisch, wie auch Ebersbach meint. "Wir könnten den Fußballstandort Mittweida noch bekannter machen." Doch nun gilt es zunächst, bei einer jungen und hungrigen Mannschaft in Bautzen zu bestehen. "Und das wird schwer genug", sagt Germania-Präsident Harald Kaehs. "Ich sehe die Bautzener Mannschaft trotz ihres Umbruchs als Staffelfavoriten, weil sie starke Neuzugänge haben."

Fußball-Sachsenliga 8. Spieltag

Sa., 15 Uhr: FSV Budissa Bautzen - SV Germania Mittweida (Stadion Müllerwiese); Busabfahrt ist 12.15Uhr.

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