Kein Zielwasser an der Elbe

Die Basketballer der HSG Mittweida haben ihr Auswärtsspiel beim BC Dresden II mit 71:106 (37:48) verloren. Die Partie zeigte die derzeitigen Defizite in der Mannschaft auf.

Mittweida.

Der Spaß ist bei den Landesliga-Basketballern der HSG Mittweida am Samstagabend im Auswärtsspiel beim BC Dresden II nicht zu kurz gekommen. Trotz klarer Rückstände konnten die Mittweidaer auch in den Auszeiten noch lachen. Doch Zählbares gab es an der Elbe nicht: Die HSG-Korbjäger verloren mit 71:106 (37:48) und rutschen damit schon nach drei absolvierten Partien hinein in den Abstiegskampf.

"Das ist für uns eine sehr bittere Niederlage", sagte der Mittweidaer Aufbauspieler Sascha Poppitz nach der Partie. "Aber sie hat auch viele Defizite aufgezeigt, an denen wir künftig arbeiten müssen." Dabei begann die Partie für die Mittweidaer vielversprechend: Nach wenigen Minuten führten die Gäste mit 10:9, doch die Konter der Dresdner waren nicht nur temporeich, sondern kosteten den HSG-Männern auch Kraft im Rückwärtsgang. Aus dem 10:9-Vorsprung wurde ein 10:19-Rückstand. Das erste Viertel entschieden die Hausherren in Dresden-Neustadt mit 22:15 für sich. Auch im zweiten Viertel drückten die Gastgeber mächtig aufs Gaspedal. Vor allem im Aufbauspiel sowie im Agieren direkt unter dem Korb hatten sie immer die besseren Optionen. Mittweida versuchte Schritt zu halten, ging allerdings mit einem 37:48-Rückstand in die Pause. Mit zwei verwandelten Drei-Punkt-Würfen kurz vor der Halbzeit betrieben die HSG-Männer noch Schadensbegrenzung. Doch auch in dieser Statistik waren die Dresdner vorn - sie trafen insgesamt zehnmal von der Drei-Punkt-Linie (Mittweida fünfmal). "Bei unserem Gegner war gefühlt jeder zweite Wurf im Korb. Ich fand unsere ersten zwei Viertel gar nicht so schlecht, aber Dresden war sehr effektiv", sagte Sascha Poppitz.

Im dritten Durchgang konnten sich die Gastgeber entscheidend absetzen. Nach 30 gespielten Minuten stand es 77:53, eine Vorentscheidung war damit gefallen. Den BC-Korbjägern gelang hier mit der Pausensirene sogar noch ein Wurf in den Korb. Mittweida versuchte sich zu oft in Einzelaktionen und kam dabei nur selten zum Erfolg. Zu Beginn des letzten Viertels probierten es die Mittweidaer, mit schnellen Abschlüssen noch einmal heranzukommen. Das gelang zunächst. Die HSG-Männer verkürzten auf 63:79, doch nach einer Dresdner Auszeit brach es dann über die Gäste herein. Am Ende knackten die Gastgeber sogar die 100-Punkte-Marke und gewannen deutlich. "Sicherlich war am Ende auch die Kondition ausschlaggebend", sagte Sascha Poppitz. "Außerdem müssen wir unbedingt weiter an unserem Aufbauspiel und an unserem Verständnis untereinander arbeiten. Wir sind ja teilweise gar nicht nach vorn gekommen." Schwierig sei das Training der Spielformen allemal, so der HSG-Routinier. "Wenn im Training nur wenige Jungs da sind, kann man so etwas nicht einstudieren." Mit Lucas Herfter, der in Dresden nicht dabei war, haben die HSG-Männer einen Übungsleiter mit Lizenz in ihren Reihen.

Im Sommer vollzogen die Mittweidaer einen logischen Schritt und legten die zweite und erste Mannschaft zusammen. "Wir sind nun locker zehn bis zwölf Leute, auch wenn in Dresden nur acht dabei waren. Aber wir müssen weiter hart arbeiten", so Poppitz. Neben dem Rückzug der zweiten Mannschaft wechselten die Mittweidaer nach 2018 schon wieder die Landesliga-Staffel. Nachdem sie in der Vorsaison meist auf Teams aus der Leipziger Region trafen, geht es nun vermehrt nach Dresden. Zudem sind die Derbys gegen den TSV Dittersbach und den ATSV Freiberg zurück. "Da freuen wir uns natürlich drauf. Andererseits sind das bestimmt unsere Kontrahenten um den Klassenerhalt", denkt Sascha Poppitz.

Statistik HSG Mittweida: Buttler (2), Nagel (5), Poppitz (12), Demus, (14), Richter (4), Eilers (2), Kersten (12), Lohkamp (20)

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