Kopf-an-Kopf-Rennen: Peniger fährt in Bayern aufs Podest

Enduropilot Edward Hübner ist beim zweiten Lauf der Deutschen Meisterschaft Dritter geworden. Für einen Geringswalder Teilnehmer lief es noch besser.

Penig/Geringswalde.

Das lange Warten hatte ein Ende: Nach den witterungsbedingten Absagen der Veranstaltungen in Burg und Waldkappel wurde nun auch in der Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft (DEM) wieder kräftig am Gasgriff gedreht. Der damit erst zweite Wertungslauf des Jahres wurde in Streitberg ausgetragen. Die Geländefahrt "Fränkische Schweiz" erfreute sich auch bei ihrer 35. Auflage ungebrochener Beliebtheit. Kein Wunder, findet diese Veranstaltung doch nur alle zwei Jahre statt und zählt zu den schönsten Deutschlands.

"Es war wirklich eine erstklassige Geländefahrt. Die Tests waren abwechslungsreich und haben richtig Spaß gemacht", befand auch Edward Hübner, der beim DEM-Auftakt Anfang März in Tucheim seine Klasse gewinnen konnte. Diesmal reichte es für den Peniger allerdings nicht ganz zum Sieg. "Ich bin dennoch nicht unzufrieden, hatte den ganzen Tag ein gutes Gefühl und habe mir bis auf einen Sturz zu Beginn keine weiteren Fehler erlaubt", so der 30-Jährige, der gleich im ersten Test des Tages auf den glatten Steinen im selektiven Waldabschnitt weggerutscht war. Während sich Davide von Zitzewitz an der Spitze mit guten Prüfungszeiten immer weiter absetzte, lieferten sich Hübner und Tilman Krause ein spektakuläres Duell um Rang zwei. Oft trennten die beiden Kampfhähne nur Bruchteile von Sekunden. "Vor der letzten Prüfung lag ich noch knapp vorn, aber leider hat es am Ende doch nicht ganz gereicht", bedauert der KTM-Fahrer, der um winzige 0,45Sekunden das Nachsehen hatte und so Dritter wurde.

Bei den Junioren spielte sich ebenfalls ein wahrer Krimi ab. Gleich vier Fahrer kämpften bis zur letzten Sonderprüfung um den Sieg, lagen zwischenzeitlich sogar innerhalb von nur drei Sekunden. Mittendrin Luca Fischeder aus Geringswalde. Der 19-Jährige verpasste krankheitsbedingt den Saison-Auftakt und war daher umso motivierter, sein Können endlich unter Beweis zu stellen. "Mein Ziel ist ganz klar der Klassensieg", zeigte sich Fischeder, der in diesem Jahr mit einer 125-ccm-Zweitakt-Sherco an den Start geht, im Vorfeld sehr selbstbewusst. Trotz kleinem Leistungsnachteil gegenüber hubraumgrößeren Maschinen war er auf den langen Ackergeraden mit seinen Zeiten immer vorn dabei. "Zum Glück konnte ich in den Waldpassagen immer einiges gut machen", freute sich der Geringswalder, der sich damit vor dem letzten Test in eine gute Ausgangsposition brachte. "Im letzten Durchgang habe ich einfach alles gegeben und versucht, die Nerven zu behalten." Und tatsächlich klappte das: Mit einer starken Fahrt überflügelte er noch den führenden Kevin Nieschalk und sicherte sich mit 1,78 Sekunden Vorsprung den Erfolg.

Neben den DEM-Fahrern waren in Streitberg auch die Teilnehmer der Enduro-Cup-Klassen gefordert. Aus regionaler Sicht sorgte Tobias Opitz für das beste Resultat. Der 19-Jährige aus Lunzenau wurde in der Klasse E1B starker Zweiter und verpasste dabei nur knapp seinen ersten Sieg.

Bereits am kommenden Wochenende geht es erneut auf Punktejagd. Dann gastiert die DEM im Rahmen des Enduro-GP-Weltmeisterschaftsfinales in Woltersdorf, während die Fahrer des Deutschen Enduro-Cups eine Woche später in Kempenich am Rande der Hocheifel gefordert sind.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...