Kraftvoll zum Sieg gesprintet

396 Wassersportler haben am Wochenende in der Mittweidaer Zschopauaue um Medaillen gekämpft. Dabei musste bei einigen Rennen auch die Videomesstechnik helfen.

Mittweida.

Beim letzten der 377Rennen eines langen Regatta-Wochenendes kamen am Sonntag noch einmal alle Kanuten an das Zschopauufer. Der Endlauf der Herren-Leistungsklasse über 250 Meter bildet bei der Mittweidaer Sprintregatta traditionell den Abschluss. Da sich für diesen Lauf kein Vierer des gastgebenden Sächsischen Kanusportverein Mittweida (SKSV) qualifizierte, sympathisierten die Mittweidaer Aktiven kurzerhand mit der SG Lauenhain. Es lohnte sich: Björn Hausmann, Lars Hahn sowie Kevin und Silvio Knorr paddelten am schnellsten und sicherten sich zum Abschluss die Goldmedaille.

Für Hausmann war es binnen weniger Minuten sogar die zweite. Denn eine halbe Stunde vorher gewann er gemeinsam mit Florian Daum vom KC Dresden schon die Konkurrenz im Zweier-Kajak. Dass sich die Sportler bei einzelnen Rennen aus verschiedenen Vereinen zusammensetzen, sei dabei normal. "Bei der Besprechung vor der Regatta wird immer geschaut, in welchen Booten noch Platz ist. Bei den Kanuten ist das ein schönes Miteinander", sagt der Abteilungsleiter der SG Lauenhain, Erik Korehnke. Er durfte sich am Wochenende über viele Medaillen freuen. "Vor allem im Jugendbereich gab es gute Leistungen." Dabei mussten die Lauenhainer am Wochenende einen Spagat bewältigen. "Ich habe die Regatta größtenteils mit den Eltern abgesichert. Unsere anderen Übungsleiter bauen weiterhin fleißig an unserem Bootshaus." Schließlich solle am 21.Juni Richtfest gefeiert werden, so Korehnke. Mit gut zwei Dutzend Sportlern waren die Lauenhainer beim Nachbarverein.

Der SKSV Mittweida hatte bei der Heimregatta natürlich mehr Wassersportler in den Booten. Über 50Kanuten nahmen die Sprintstrecken in Angriff. Und besonders bei den Schülerinnen B (11 und 12Jahre) gab es für die Gastgeber viel Grund zur Freude. Denn dort beherrschten die SKSV-Mädchen die Konkurrenz über 250 m. Livia Kaldenhoff gewann im Einer-Kajak vor Laura Striegler. Beide gewannen zudem gemeinsam im Zweier sowie mit Marlene Ahnert und Maily Bilke im Vierer. Einen Sieg gab es zudem für eine mittelsächsische Startgemeinschaft: Im Mixed-Vierer der Altersklasse Schüler A (13 und 14 Jahre) siegten die SKSV-Paddlerinnen Lisa Backofen und Friederike Wilms gemeinsam mit den Lauenhainern Karl Tretbar und Lucas Striegler.

Weitere Höhepunkte waren nicht nur die Väter- und Mütterrennen sowie die Staffelwettbewerbe am Sonntag, sondern auch die 100-Meter-Supersprints am Samstag. "Und da wurde es richtig knapp", sagt Jens-Uwe Pietzsch vom SKSV-Vorstand. "Die ersten drei Boote kamen innerhalb von 15 Zentimetern ins Ziel. Da war es gut, dass wir eine Zielkamera installiert hatten." Die Männer des SKSV wurden Dritte. Die Mannschaftswertung aller Rennen gewann der KSV "Am Blauen Wunder" Dresden, dessen Kanuten ohne den Mittweidaer Moritz Wehlend angereist waren.

Auch die weitere Technik lief am Wochenende ohne Probleme. Mittels eines eingerichteten W-Lan-Netzwerks konnten die Organisatoren und Sportler zeitnah die Ergebnisse verfolgen. "Wir haben die Papierberge schon reduziert, doch ganz ohne geht es noch nicht", sagt der SKSV-Vorsitzende Alexander Schmidt schmunzelnd. "Aber wir freuen uns, dass die Technik schon so gut angenommen wird." Und für die Organisatoren solle das Umstellen einen weiteren Vorteil haben. "Wir wollen vor allem die Nachtschicht von Freitag auf Samstag vor der Regatta verkürzen, nachdem wir immer bis 3 Uhr alles vorbereitet haben. Doch das hat diesmal noch nicht ganz geklappt."

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