KSB-Chef: Das ist ein erstes Signal

KSB verschickt Leitfaden zum Wiedereinstieg

Freiberg/Mittweida.

Nicht nur Volker Dietzmann (Foto) atmet auf. "Das ist ein Signal, dass ein Stück weit Normalität einzieht", kommentiert der Präsident des Kreissportbundes Mittelsachsen den Beschluss der sächsischen Regierung, dass seit Montag auch in den Vereinen wieder Sport getrieben werden darf. Unter Auflagen zum Infektionsschutz könne so zumindest der Trainingsbetrieb im Freien langsam wieder anlaufen, freut sich Dietzmann. "Der erste Schritt ist getan."

Probleme mit der Einhaltung der Auflagen erwartet der KSB-Chef nicht. "Das sollte kein Problem sein. Sportler sind diszipliniert und gewöhnt, sich an Regeln zu halten", sagt der 59-Jährige, der seit 2011 an der Spitze der größten Bürgerorganisation im Kreis (mehr als 47.000 Mitglieder in über 400 Vereinen) steht. Die Umsetzung sei sicher nicht ganz einfach, zumal sich die Vereine zunächst auch mit den Kommunen abstimmen müssten. "Aber es ist ganz wichtig, dass es weitergeht", so Dietzmann. Die Saison 2019/20 sei sicher abgehakt, "aber wir müssen jetzt die Weichen für die neue Spielzeit stellen".

Für das Einhalten der Vorgaben zum Infektionsschutz hat der KSB einen Leitfaden an Vereinschefs und Kommunen geschickt. "Der Wiedereinstieg ist die Chance zurück zu normalem Sportbetrieb", sagt KSB-Geschäftsführer Benjamin Kahlert. Alle sollten wie immer handeln - "vernünftig und mit gesundem Verstand". Wenn Sportler oder Übungsleiter bei einer Maßnahme ein ungutes Gefühl hätten oder sich über die möglichen Risiken nicht im Klaren sind, sollte darauf verzichtet und alternativ eine risikofreie Aktivität gesucht werden, so Kahlert.

An erster Stelle stehe, Distanz zu wahren, mindestens 1,5 bis 2 Meter. Dieser Abstand sei auch im Sanitärbereich einzuhalten. Das Training dürfe nur in Kleingruppen von drei bis fünf Personen stattfinden, Zuschauer sind nicht zugelassen. Sanitäranlagen mit Waschmöglichkeiten seien bereitzustellen und möglichst einzeln zu betreten, Duschräume jedoch zu sperren, betont Kahlert. "Bekleidungswechsel, Körperpflege und Duschen müssen zuhause geschehen." Zudem sei das Führen einer Anwesenheitsliste zur Nachverfolgung einer möglichen Infektionskette empfehlenswert. Umkleidekabinen und Gastronomiebereiche bleiben geschlossen.

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