Letzten Matchball verwandelt

Die Landesklasse-Fußballer des BSC Freiberg haben ihre dritte Chance genutzt und mit einem 5:4-Sieg in Bannewitz den Staffelsieg eingefahren. Danach wurde bei den Kickern lang gefeiert.

Freiberg.

Co-Trainer Swen Hennig konnte zwar nicht alle Einzelheiten preisgeben, aber "die letzten sind wohl bei Tageslicht zu Hause angekommen". Nach dem 5:4 (3:1)-Sieg über den SV Bannewitz gab es bei der anschließenden Meisterfeier kein Halten mehr. Zusammen mit der A-Jugend, der zweiten Mannschaft, dem Vorstand und Familienangehörigen klang eine erfolgreiche Landesklasse-Saison mit nur einer Niederlage gebührend aus.

Die Zuschauer, unter denen sich auch viele mitgereiste Freiberger Fans befanden, wurden im letzten Spiel der Saison noch einmal mit vielen Toren unterhalten. Die Freiberger waren dabei das spielbestimmende Team und trafen in der Anfangsphase gleich zweimal ins gegnerische Gehäuse. Nach einem Eckball fand Rick Römmler den Kopf von Tommy Gommlich (8.) am kurzen Pfosten, der zum frühen 1:0 einnickte. Wenig später erlief Paul Berger (15.) einen in die Schnittstelle der Bannewitzer Abwehr gespielten Ball, behauptete sich im Zweikampf und schob das Spielgerät überlegt am gegnerischen Schlussmann Patrick Richter ins Tor. Die Hausherren antworteten zehn Minuten später per Elfmeter zum 1:2. Nach dem die Freiberger Abwehr überspielt wurde, konnte BSC-Keeper Christopher Hauswald den Bannewitzer Stürmer nur per Foul stoppen, sah dafür anschließend die gelbe Karte und den Ball im eigenen Netz zappeln. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Thomas Zaharanski (38.) zum 3:1.

"Den Beginn der zweiten Hälfte haben wir dann ganz schön verschlafen", schildert Hennig die ersten zehn Minuten, in denen die Heimmannschaft schnell zum zwischenzeitlichen 3:3 ausglich. Jörg Neuber, dem Vorstandsvorsitzenden des BSC, gingen für kurze Zeit einige Horrorszenarien durch den Kopf. "Nach dem Ausgleich hatte ich zeitweise schon ein komisches Gefühl im Bauch. So etwas hat es ja alles schon gegeben", verwies er auf das zeitgleich stattfindende Spiel der Wilsdruffer, die bei einer Niederlage der Freiberger und einem sehr hohen Sieg ebenfalls noch Meister werden konnten. Aber der BSC spielte nun wieder konzentriert Fußball. "Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe angenommen und für uns entschieden", lobte Hennig seine Spieler. Nach einem schönen Kombinationsspiel im Strafraum der Bannewitzer erhöhte Gommlich (65.) auf 4:3 und wenig später Römmler (72.) auf 5:3. Die Hausherren konnten danach lediglich auf 4:5 verkürzen.

Nach dem Abpfiff standen auch schon Vertreter des sächsischen Fußballverbands bereit und überreichten dem Team sowohl Medaillen als auch die Siegertrophäe der Liga. Für die Freiberger ist jetzt Entspannung in der Sommerpause angesagt, bevor es für Hennig und seine Spieler in drei Wochen mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der Landesklasse losgeht. Ein Grund für den Nichtaufstieg war der zu kleine Kader, der in der kommenden Saison mit neuen Transfers und Spielern aus der eigenen Jugend vergrößert werden soll. "Aber jetzt schalten wir erst mal ab und verdrängen den Fußball für ein paar Wochen aus dem Kopf."

Statistik BSC: Hauswald, Berger, Rudolph, Römmler (88. Partzsch), Fischer, M. Krause, Löbel, Zaharanski (76. Berndt), Gommlich, Göll, Thomas - Tore: 0:1 Gommlich (8.), 0:2 Berger (15.), 1:2 Schulz (25./FE), 1:3 Zaharanski (38.), 2:3 Schulz (47.), 3:3 Szuppa (55.), 3:4 Gommlich (65.), 3:5 Römmler (72.), 4:5 Szuppa (76.) - Schiedsrichter: Obenaus (Dresden) - Zuschauer: 59

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