LSV-Bulls diesmal nur zweiter Sieger

Bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Paralleltauziehen haben die Männer des Langenstriegiser SV ihren Titel nicht verteidigt. Den Grund dafür kennen sie.

Langenstriegis.

Das entscheidende Duell um den inoffiziellen WM-Titel im Paralleltauziehen hat laut Olaf Meyer diesmal "eine kleine Ewigkeit" gedauert. Der Vereinschef des Langenstriegiser SV ist zugleich für das Männerteam im Tauziehen verantwortlich, das bereits fünf Mal in Colmnitz den Titel holte. Diesmal mussten sich die LSV-Bulls allerdings den Morellos aus Klingenberg geschlagen geben - nach 68 Sekunden. "Normalerweise dauern die Ziehen meist um die zehn bis 15Sekunden", sagt Meyer. Das Duell gegen die Klingenberger sei allein von der Dauer her schon außergewöhnlich gewesen, auch wenn es für die LSV-Sportler in diesem Jahr nur zu Silber gereicht hat.

"Wir nehmen es mit Humor und sehen es vor allem als Herausforderung an, uns den Titel im kommenden Jahr zurückzuholen", sagt Meyer. Die Gründe für die missglückte Titelverteidigung hat er schnell ausgemacht. "Das Training hat bei uns ein wenig gelitten im Frühjahr." Normalerweise treffen sich die LSV-Kraftpakete vier oder fünfmal zur Vorbereitung auf die WM. In diesem Jahr hat es nur einmal geklappt. "In Colmnitz haben wir drei Duelle dennoch recht locker gewonnen, doch die Morellos hatten diesmal starke Leute dabei und waren sogar noch schwerer als wir", so Meyer. "Nach dem langen Finale haben sogar einige der Teammitglieder über Schmerzen geklagt." Beim Wiegen vor dem Wettkampf kamen acht Langenstriegiser Athleten auf 960 Kilogramm. "Alle unserer zehn Athleten haben gar nicht auf den Balken gepasst, da dieser bei den Morellos zuvor zerbrochen war", sagt der Vereinschef schmunzelnd. Das spätere Siegerteam sei noch einmal 40 Kilogramm schwerer gewesen.

Die LSV-Frauen, die als Tauzie(h)gen antraten, verteidigten dagegen ihren Titel. "Leider waren bei den Damen nur drei Teams dabei", sagte Meyer. Doch gegen ihre Dauerkontrahentinnen aus Sohra gelang den LSV-Damen der Sieg. Zudem stellten weitere Langenstriegiserinnen ein Team mit Frohnauer Frauen, die zu wenige Mitglieder hatten.

Für die Langenstriegiser stehen in diesem Sommer noch zwei weitere Wettbewerbe im Tauziehen auf dem Programm. Im Rahmen des Familiensporttags sind sie am 26. August in Mühlbach zu Gast. Am 2.September steigt der LSV-Tauzieh-Cup im Rahmenprogramm des Reitturniers in Langenstriegis. "Da die Feuerwehr dann auch 125-jähriges Bestehen feiert, könnten einige Kameraden sogar zusätzliche Teams stellen", sagt Olaf Meyer. (rosd)

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