Mit den Haien Auge in Auge

Tennisspieler Lars Hack ist von der Senioren-WM aus Miami zurück. Sein größtes Erlebnis hatte er aber weit entfernt vom Court.

Freiberg.

Alles hatte schon nicht so gut begonnen. Das bestellte Taxi in Leipzig sei nicht gekommen, erzählt Lars Hack, sodass er gerade noch das Flugzeug nach Frankfurt geschafft habe. Dort mussten der Tennisspieler des Freiberger HTC und seine Mixpartnerin Anne Hunger aus Waldheim das Gepäck nochmals einchecken lassen und erneut durch die Sicherheitskontrolle, ehe beide endlich (und auf den letzten Drücker) im Flieger nach Miami saßen. Dort fanden bis zum Sonntag die Tennis-Weltmeisterschaften der Altersklassen 35, 40 und 45 Jahre statt, an denen der langjährige FHTC-Kapitän erstmals teilnahm.

Allerdings lief es für Lars Hack auch auf dem Platz nicht wie erhofft. Der 40-Jährige, der in diesem Jahr bei mehreren ITF-Turnieren auf dem Podest stand und in der Weltrangliste der AK 40 auf Platz 45 vorgerückt war, schied in Runde 1 des Einzelwettbewerbs gegen den Südafrikaner Brendan Zackey aus. Nach einer 2:1-Führung musste Hack mit 2:6, 0:6 die Segel streichen. "Ich bin sehr enttäuscht, dass ich das Turnier so frühzeitig beenden musste", sagte der FHTC-Spieler, dem die tropischen Temperaturen in Miami (bis zu 60 Grad in der Sonne, dazu eine hohe Luftfeuchtigkeit) zu schaffen machten. "Bei dieser Auslosung wäre das Achtelfinale durchaus drin gewesen", so Hack, der im 128-köpfigen Feld an Position 11 gesetzt war.

Auch im Mixed der AK 35 kam früh das Aus. Hack und Anne Hunger trafen auf das deutsch-niederländische Duo Kruse/Frantzen. "Beide stehen in der Weltrangliste dieser Altersklasse auf Platz 1", so der Freiberger. "Gegen dieses Top-Team war nichts zu holen." Zumindest Anne Hunger kam im Damen-Einzel unter die besten 16. Nach einem souverän 6:0, 6:0 gegen die Chilenin Pamela Fuentes musste sich die Spielerin des 1. TC Waldheim erst im Achtelfinale der amtierenden Vizeweltmeisterin Anda Perianu (USA) mit 1:6und 0:6 geschlagen geben.

Für Lars Hack blieb zumindest viel Zeit, sich Miami und Umgebung anzuschauen sowie abseits der WM neue Erfahrungen zu sammeln. Neben einer "Alligatorentour" im Luftboot durch die Everglades ist der 40-Jährige bei einer Tauchtour Auge in Auge mit Haien geschwommen - und das ohne Käfig. "Das war eine unwahrscheinliche Erfahrung - Adrenalin pur", schwärmt Hack. Er habe schon immer ein Faible für Raubtiere, "und das war ein absoluter Traum von mir".

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